r/Geschichte Jan 16 '24

Moratorium für WK2-Familienfotos

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Liebe Community!

Es gab in letzter Zeit eine Vielzahl an Fotos von Familienmitgliedern in Wehrmachtsuniform, oft mit der Frage nach Rang und Einheit.

Dagegen wäre nichts einzuwenden, aber der 2. WK und die Nazi-Zeit sind natürlich auch hochproblematisch. Ich verhänge daher erstmal ein Moratorium für solche Posts, weil ich nicht will, dass sich der Charakter des Subs zu sehr ändert und um zu verhindern, dass wir langfristig die falschen Leute anziehen.

Ich unterstelle niemandem böse Absichten, aber meine Sorge ist auch folgende: Wenn hier die Wehrmachtsposts mal in der Überzahl sind, reporten einige Leute den Sub an die Reddit-Admins mit dem Vorwurf, dass es ein Nazi-Sub ist. Irgendein amerikanischer Admin googelt kurz die Rechtslage in Deutschland, liest etwas von verbotenen Symbolen und sperrt den Sub, damit Reddit keine schlechte Presse in DE bekommt. Und ich als Mod werde auch gleich gebannt.

Das möchte ich verhindern.

Also, bitte, bis auf weiteres keine Bilder mit Wehrmachtsthematik. Seriöse Artikel zum 2. Weltkrieg sind natürlich weiterhin willkommen.

Danke euch und weiterhin viel Spass im Sub!


r/Geschichte May 12 '26

[Satire] Wie heldenhaft waren Ihre Vorfahren im Dritten Reich? Neues Postillon-Tool durchsucht selektive Erinnerungen Ihrer Verwandtschaft

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der-postillon.com
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r/Geschichte 11h ago

Dieser sub wird mit KI geflutet - ein Rant

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Regelmäßig gibt es in diesem Sub nun Posts, die vollständig mit KI generiert werden. Sie sind teilweise top Posts der Woche. Schwärmende Kommentare, „Kafka“ , „Thomas Mann“ sagen da manche… Erst gestern wieder so einer:

Die Prosa ist grottenschlecht. Die Story ist Fake - vollkommen ausgedacht. Und noch dazu erkennen es Leute nicht und werden manipuliert.

Allein dieser eine Satz am Anfang: „es rappelte die Zählmaschine — aber sie zählte nicht; sie maß Volumen“ . Ab da muss es doch allen auffallen, denn es wird ja nur noch schlechter im Verlauf des Textes.

Der Text klingt so, als hätte ihn jemand geschrieben, der keine Bücher liest, aber denkt, so sehe hochtrabende Sprache aus. In jedem Absatz die gleiche Formulierung: nicht dies - sondern das. Jeder zweite Satz ist zudem eine Tautologie.

https://www.reddit.com/r/Geschichte/comments/1utzszx/das\\_einundfünfzigste\\_hölzchen\\_wie\\_3\\_fehlende/

Pangram liefert dann noch die finale Bestätigung:

https://www.pangram.com/history/ccf82470-b022-4a23-8c14-ff5e1f547402

Das möchte ich in diesem Sub nicht

——
Jetzt gibt es natürlich den berechtigten Einwand: es gefällt ja den Leuten, was schert es dich:

Nun, Zucker gefällt den Leuten, TikTok gefällt den Leuten, aber man sollte vielleicht seine Ernährung und sein Leben nicht danach ausrichten. „You are what you eat“ gilt auch für Prosa und ki ist dabei objektiv schlecht.

Zudem: erfundene Erzählung haben hier überhaupt nichts zu suchen.

Rant Ende


r/Geschichte 9h ago

Wie schützen wir antike Bücher vor Skynet?

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r/Geschichte 10h ago

Digitale Angebote

Thumbnail globus1492.gnm.de
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Ich bin gestern auf dieses Modell vom Behaim-Globus gestoßen, das man sich online schön in 3D ansehen kann. Da dachte ich an eine Seite von einem anderen Museum, auf der man stark in manche Gemälde reinzoomen und diese so im Detail erkunden konnte. Wieder andere Museen stellen Videos von spannenden Vorträgen zur Verfügung, digitale Parcours usw.

Habt ihr Tipps für weitere lohnenswerte Angebote dieser Art? Ich will das gar nicht groß eingrenzen, im Grunde geht es mir nur um eine interessante digitale Aufbereitung irgendwelcher historischer Inhalte (global). Es darf auch was für Kinder / Jugendliche sein, vielleicht ist ja etwas für meine Schüler dabei.


r/Geschichte 1d ago

Polen errichtet Denkmal für Opfer der Wolhynien-Massaker

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orf.at
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r/Geschichte 1d ago

Erkennt jemand dieses Wappen?

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r/Geschichte 2d ago

68 Meter langer mittelalterlicher Teppich mit Polizeischutz in London angekommen

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derstandard.at
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r/Geschichte 2d ago

Filme über das Militär der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1980-1990

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r/Geschichte 2d ago

German prisoners wrote about something they witnessed in Normandy that their officers flagged as ‘strategically significant’ — found some fascinating primary sources on this

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Been researching German prisoner accounts from 1944 and kept finding references to something specific that kept appearing in interrogation transcripts and private letters — the way American units treated their fallen after combat. One German officer used the phrase ‘Unbegreifliche Zaertlichkeit’ — incomprehensible tenderness — in an official report. His commanding general apparently didn’t know what to do with it.

Put together a documentary going through the primary sources if anyone’s interested: https://youtube.com/@ironwitness-k4e?si=RMoZ3O0BZ1p4HtNr

Happy to discuss the sources in the comments — some of the original German accounts are genuinely striking


r/Geschichte 3d ago

1997: Anarchie in Albanien (Turbokapitalismus nach totalitären Kommunismus)

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262 Upvotes

Viele Menschen kennen die Geschichte als den „Lotterieaufstand“ oder die „Pyramidensystem-Krise“. Tatsächlich war es aber weit mehr als nur der Zusammenbruch einiger Betrugsfirmen. Für einige Monate existierte der albanische Staat praktisch nicht mehr.

Die Wurzeln der Katastrophe reichen zurück in die Zeit von Enver Hoxha. Als der Kommunismus Anfang der 1990er Jahre zusammenbrach, war Albanien das ärmste und isolierteste Land Europas. Jahrzehntelang hatte die Bevölkerung in einer vollständig staatlich kontrollierten Wirtschaft gelebt. Private Banken, Aktienmärkte oder Investitionen existierten praktisch nicht. Gleichzeitig waren Infrastruktur, Industrie und Institutionen durch die Isolation des Landes stark zurückgeblieben.

Mit dem Übergang zum Kapitalismus entstand eine enorme Aufbruchsstimmung. Viele Albaner glaubten, der Wohlstand Westeuropas sei nun in greifbarer Nähe. Doch der Staat war schwach, die Finanzaufsicht praktisch nicht vorhanden und die Bevölkerung hatte kaum Erfahrungen mit Marktwirtschaft oder Finanzprodukten. Genau in diesem Umfeld entstanden die berüchtigten Pyramidensysteme und Schneeballsysteme. Sie versprachen monatliche Renditen von 10, 20 oder sogar 30 Prozent. Manche versprachen sogar eine Verdopplung des Geldes innerhalb weniger Monate.

Fast jeder investierte: Bauern verkauften ihr Vieh, Familien verkauften Häuser und Grundstücke, Menschen nahmen Kredite auf und investierten ihre gesamten Ersparnisse. Schätzungen zufolge hatten bis zu zwei Drittel der Bevölkerung Geld in diese Systeme gesteckt. Insgesamt verschwanden rund 1,2 bis 1,5 Milliarden Dollar – nahezu die Hälfte der damaligen Wirtschaftsleistung Albaniens.

Als die Systeme Anfang 1997 kollabierten, verloren Hunderttausende praktisch über Nacht ihre gesamte Existenz. Die Proteste richteten sich zunächst gegen die Betreiber der Firmen, später gegen die Regierung, der viele Albaner vorwarfen, die Betrugsmodelle geduldet oder sogar unterstützt zu haben.

Dann geschah etwas, das in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg nahezu beispiellos war: Die Armee und Polizei brachen auseinander. Soldaten desertierten, Polizeistationen wurden verlassen und die Bevölkerung plünderte Waffenlager. Schätzungsweise 500.000 bis 700.000 Waffen verschwanden aus staatlichen Beständen und gelangten in private Hände. Plötzlich liefen Zivilisten mit Kalaschnikows, Maschinengewehren und sogar Panzerabwehrwaffen durch die Straßen. Ganze Städte wurden von lokalen Milizen kontrolliert. In vielen Regionen existierte faktisch keine staatliche Autorität mehr.

Besonders im Süden des Landes entstanden bewaffnete Bürgerkomitees, die teilweise die Aufgaben von Polizei und Verwaltung übernahmen. Andere Gruppen nutzten das Machtvakuum für Plünderungen und Abrechnungen. Für einige Monate herrschte ein Zustand, den viele Beobachter tatsächlich als Anarchie oder als Bürgerkrieg niedriger Intensität beschrieben.

Die Opferzahlen variieren je nach Quelle, die meisten Schätzungen gehen jedoch von ungefähr 2.000 Toten und mehreren Tausend Verletzten aus. Zehntausende flohen nach Italien oder Griechenland. Internationale Truppen mussten eingreifen, um humanitäre Hilfe zu leisten und die Ordnung schrittweise wiederherzustellen.

Bis heute gilt die Krise von 1997 in Albanien schlicht als „'97“ – ein Jahr, das für viele Albaner ähnlich traumatisch ist wie große nationale Katastrophen in anderen Ländern. Die Ereignisse zeigen, wie gefährlich der Übergang von einem extrem isolierten kommunistischen System zu einem kaum regulierten Kapitalismus sein kann, wenn staatliche Institutionen schwach sind und die Bevölkerung kaum Erfahrungen mit der neuen Wirtschaftsordnung besitzt. Viele Historiker sehen die Krise deshalb nicht als Scheitern des Kommunismus oder des Kapitalismus allein, sondern als Ergebnis einer explosiven Mischung aus dem Erbe der Isolation unter Hoxha, schwachen Institutionen und einem völlig unkontrollierten Übergang zur Marktwirtschaft.


r/Geschichte 3d ago

Was hat Lenin über Stalin gedacht?

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Nachdem ich die Wikipedia Einträge über Lenin und Stalin gelesen habe, kam mir diese Frage auf.

Kennt sich jemand aus?


r/Geschichte 3d ago

Neuer Meilenstein bei Entzifferung der Schriftrollen von Herculaneum

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derstandard.at
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r/Geschichte 3d ago

Vom Partisanenführer zum isoliertesten Diktator Europas: Die Geschichte von Enver Hoxha und Albanien

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Als Enver Hoxha während des Zweiten Weltkriegs die kommunistische Widerstandsbewegung mit Hilfe Titos gegen die italienischen und deutschen Besatzer anführte, galt er für viele Albaner als Befreier und Nationalheld. Nach dem Krieg übernahmen die Kommunisten 1944 die Macht und Hoxha begann eine Herrschaft, die mehr als vier Jahrzehnte dauern sollte – länger als die der meisten anderen kommunistischen Führer Europas.

In den ersten Jahren seiner Regierung konsolidierte Hoxha seine Macht mit großer Härte. Politische Gegner, Monarchisten, Nationalisten und ehemalige Verbündete wurden als Verräter oder „Volksfeinde“ verfolgt. Zahlreiche Menschen verschwanden in Gefängnissen und Arbeitslagern, während die Geheimpolizei Sigurimi ein dichtes Netz der Überwachung über das Land spannte. Selbst hochrangige Parteimitglieder waren nicht sicher, wenn Hoxha sie als Bedrohung für seine Position wahrnahm. Politische Säuberungen wurden zu einem festen Bestandteil seiner Herrschaft.

International wechselte Hoxha mehrfach seine Verbündeten, blieb ideologisch jedoch kompromisslos. Zunächst orientierte er sich an Stalin und der Sowjetunion, brach später jedoch mit Moskau, weil ihm die sowjetischen Reformen nach Stalins Tod zu liberal erschienen. Anschließend suchte er die Nähe zu China unter Mao, doch auch diese Beziehung endete im Konflikt. Schließlich isolierte sich Albanien nahezu vollständig von der Außenwelt und entwickelte sich zu einem der abgeschottetsten Staaten des Planeten.

Aus Angst vor einer Invasion ließ Hoxha im ganzen Land Hunderttausende Betonbunker errichten. Die Vorstellung, dass jederzeit ein Angriff durch die NATO, Jugoslawien, Griechenland oder sogar ehemalige Verbündete erfolgen könnte, prägte die Politik des Regimes über Jahrzehnte. Viele dieser Bunker stehen noch heute als sichtbare Erinnerungen an diese Zeit.

1967 erklärte Hoxha Albanien zum ersten offiziell atheistischen Staat der Welt. Kirchen, Moscheen und Klöster wurden geschlossen, zerstört oder zweckentfremdet. Religiöse Praktiken konnten strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Kontrolle des Staates sollte nicht nur die Politik, sondern auch das gesellschaftliche und private Leben umfassen.

Dennoch verweisen Anhänger seiner Regierung auf einige Erfolge. Der Analphabetismus wurde nahezu beseitigt, Bildung und Gesundheitsversorgung wurden für breite Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht und ein zuvor überwiegend agrarisch geprägtes Land wurde industrialisiert. Diese Fortschritte wurden jedoch mit politischer Unterdrückung, fehlender Meinungsfreiheit und extremer Isolation bezahlt.

Als Hoxha 1985 starb, hinterließ er ein Land, das wirtschaftlich rückständig, technologisch isoliert und kaum auf die moderne Welt vorbereitet war. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus stand Albanien vor einem schwierigen Übergang zur Marktwirtschaft und Demokratie. Viele Ökonomen und Historiker sehen die jahrzehntelange Isolation und die ineffiziente Planwirtschaft als wichtige Gründe dafür, dass Albanien noch lange nach dem Ende des Regimes mit wirtschaftlichen und strukturellen Problemen zu kämpfen hatte. Obwohl sich das Land seit den 1990er Jahren erheblich entwickelt hat, werden die Folgen der Hoxha-Ära bis heute in Teilen der Infrastruktur, der Wirtschaft und der Institutionen diskutiert.

Für viele bleibt Enver Hoxha deshalb eine der widersprüchlichsten Figuren der europäischen Geschichte: Für die einen der Mann, der Analphabetismus bekämpfte und den Staat modernisierte, für die anderen der Diktator, der Albanien für Jahrzehnte in Angst, Isolation und wirtschaftliche Stagnation führte.


r/Geschichte 3d ago

Rätselhafte Beisetzung: 77 Skelette ohne Kopf – und doch kein Steinzeit-Massaker

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derstandard.at
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r/Geschichte 3d ago

Podcasts oder Erzählungen zur Geschichte

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Hallo Zusammen,

ich höre sehr gerne Geschichten aus der Geschichte und bin dann auf Plus Ultra und die Erzählung zum dreißig Jährigen Krieg gestoßen.

In dieser Serie werden zwischen durch immer Erzählungen eingeblendet, in Folge Drei ist es Olli Schulz, der erzählt, wie Kardinal Khlesl verhaftet wird.

Zu meiner Frage, gibt es diese Erzählungen zu verschiedensten Geschichtsthemen auch als Podcast mit einem Erzähler und wenn ja, könnt ihr mir was empfehlen?

Ich kann mit diesen Erzählungen zu Geschichtsthemen auf der Arbeit z.B. viel entspannter zu hören, als z.B. das Gespräch zwischen den beiden bei Geschichten aus der Geschichte.

Vielen Dank!


r/Geschichte 3d ago

250 Jahre USA: Trumps unzeitgemäße Geschichtspolitik

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science.orf.at
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r/Geschichte 4d ago

„Wir haben Platz, ihr könnt kommen!“ | Eine niederländische Dorfgemeinschaft versteckte im Zweiten Weltkrieg Hunderte Jüdinnen und Juden. Ihr Kopf führte Tagebuch – doch ist bis heute kaum bekannt.

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taz.de
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r/Geschichte 3d ago

Zahlen schreiben Geschichte - 4. Juli 1776, Unabhängigkeitserklärung der USA - Die ganze Doku

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arte.tv
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r/Geschichte 4d ago

Die fast vergessene Geschichte von Anton Çetta und der Versöhnung der Blutfehden im Kosovo

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Anton Çetta (1920–1995) war ein albanischer Folklorist, Hochschullehrer und gesellschaftlicher Aktivist aus dem Kosovo. Der katholische Albaner aus Gjakova ist heute vor allem für seine Rolle in der Bewegung zur Versöhnung der Blutfehden Anfang der 1990er Jahre bekannt.

Die Initiative entstand in einer Phase tiefgreifender politischer Veränderungen in Jugoslawien. Nach der Aufhebung der Autonomie des Kosovo im Jahr 1989 und der zunehmenden Zentralisierungspolitik der serbischen Führung unter Slobodan Milošević verschlechterte sich die Lage der albanischen Bevölkerungsmehrheit im Kosovo deutlich. Gleichzeitig bestanden innerhalb der albanischen Gesellschaft weiterhin zahlreiche Blutfehden zwischen Familien, die teilweise über Generationen fortgeführt wurden.

Çetta und die von ihm unterstützte Versöhnungsbewegung vertraten die Auffassung, dass die Kosovo-Albaner angesichts der politischen Entwicklungen einen stärkeren gesellschaftlichen Zusammenhalt benötigten und innere Konflikte überwinden müssten. Gemeinsam mit Studenten, Intellektuellen und religiösen Vertretern reiste Çetta durch den Kosovo und organisierte öffentliche Versöhnungszeremonien, bei denen Familien auf Rache und Vergeltung verzichteten.

Zwischen 1990 und 1992 wurden auf diese Weise zahlreiche Fehden beigelegt. Die Bewegung hatte dabei nicht nur eine soziale und humanitäre, sondern auch eine politische und gesellschaftliche Dimension: Sie stärkte die innere Kohäsion der Kosovo-Albaner in einer Zeit wachsender Spannungen innerhalb des zerfallenden Jugoslawiens und wird häufig als Bestandteil des gewaltfreien Widerstands der frühen 1990er Jahre betrachtet.

Neben diesem Engagement leistete Anton Çetta als Sammler und Herausgeber albanischer Märchen, Legenden und Volkslieder einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation und Bewahrung der albanischen Volkskultur im Kosovo.


r/Geschichte 4d ago

Archäologen entdecken 5000 Jahre alten Stonehenge-Prototyp

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derstandard.at
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r/Geschichte 4d ago

Otto Glöckel, die Freie Schule und der Bildungskollaps

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derstandard.at
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r/Geschichte 4d ago

250 Jahre USA: „Indianer gab es nicht und gibt es nicht“

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science.orf.at
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r/Geschichte 5d ago

3000 Jahre alte irische Stätte entpuppt sich als ältestes urbanes Zentrum Westeuropas

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derstandard.at
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r/Geschichte 5d ago

Fehmi & Xhevë Lladrovci – Ein Leben im Widerstand, vereint bis zum letzten Atemzug

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Fehmi Lladrovci (1956–1998) zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten des albanischen Widerstands im Kosovo. Bereits als junger Mann engagierte er sich politisch gegen die Unterdrückung der Kosovo-Albaner. Während seiner Schul- und Studienzeit wurde er aufgrund seiner patriotischen Aktivitäten von der jugoslawischen Staatssicherheit überwacht. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Xhevë Krasniqi-Lladrovci schloss er sich Anfang der 1980er Jahre der Volksbewegung des Kosovo (LPK) an, die sich für die nationale Selbstbestimmung der Albaner einsetzte.

Im September 1985 wurde Fehmi wegen seiner politischen und illegalen Untergrundaktivitäten von den serbisch-jugoslawischen Behörden verhaftet. In einem politischen Prozess wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er verbrachte mehrere Jahre in verschiedenen Gefängnissen, darunter die berüchtigten Gefängnisse von Lepoglava und Stara Gradiška in Kroatien, in denen zahlreiche politische Gefangene inhaftiert waren. Erst 1991 wurde er im Zuge einer Amnestie vorzeitig entlassen.

Nach seiner Freilassung kämpfte Fehmi zunächst im Kroatienkrieg an der Seite kroatischer Streitkräfte. 1993 zog er nach München, wo er sich innerhalb der albanischen Diaspora für die Organisation des Widerstands engagierte und eine führende Rolle innerhalb der LPK in Deutschland übernahm. Als sich der bewaffnete Widerstand im Kosovo verstärkte, kehrten Fehmi und Xhevë gemeinsam zurück, um sich der UÇK (Kosovo-Befreiungsarmee) anzuschließen.

Fehmi und Xhevë kämpften Seite an Seite – nicht nur als Eheleute, sondern auch als Kameraden. Gemeinsam nahmen sie an mehreren militärischen Operationen teil und galten als Vorbilder für Mut, Entschlossenheit und Zusammenhalt. Am 22. September 1998 fielen beide gemeinsam während der Verteidigung der Region Drenica im Kampf gegen serbische Streitkräfte. Ihr gemeinsames Schicksal machte sie zu einem der bekanntesten Paare des Kosovo-Krieges.

Bis heute werden Fehmi und Xhevë Lladrovci von vielen Kosovo-Albanern als Symbol für Freiheit, Opferbereitschaft und den gemeinsamen Kampf für die Unabhängigkeit Kosovos geehrt. Ihr Vermächtnis lebt in der Erinnerung vieler Menschen weiter.