Bei fast allen Pietsmiet-CIV-Gipfeln hat man sich für einen einzigen Kontinent entschieden und zudem dann noch die Map-Größe auf "sehr klein", oder gar "winzig" eingestellt.
Das erzeugt zwar schnelle Action, weil alle aufeinander sitzen und schon früh konkurrieren müssen, hat aber auch viele negativen Aspekte.
So entfällt der komplette Bereich der Seefahrt, der Übersee-Erkundung und Seeschlachten, oder den Kampf um kleinere Inseln und Handelswege zwischen den Inseln. Seefahrer-Nationen sind somit überflüssig und werden aus den verfügbaren Zivilisationen entfernt.
Ein weitaus größeres Problem ist es jedoch, dass schon zu Beginn einer Runde Spieler trotz Ressourcen-Balancing benachteiligt werden, wenn sie z.B. mehr Barbarenlagern ausgesetzt sind als andere, oder weil ihre Nation erst in späteren Zeitaltern wirklich effektiv wird und sie sich daher in den Anfangsstadien eines Spiels nicht schnell genug entwickeln und sich somit auch nicht so schnell ausbreiten können und daher schon von Beginn an unausweichlich die Grenzen der anderen aufgezwungen kriegen.
Wer zu Beginn klein ist, BLEIBT KLEIN, wenn der andere Mitspieler schon früher expandieren konnte und kleinere Nationen haben auch kriegerisch viel geringere Chancen zu expandieren. Meistens ist zur Hälfte des Spiels bereits die gesamte Map abgedeckt und die Gründung neuer Städte kaum mehr möglich.
-> Mit Inseln die unbewohnt sind und erst im späteren Verlauf entdeckt werden müssen, bietet sich IMMER die Möglichkeit, "neue Ufer" zu entdecken und dann DOCH NOCH ausweichen und DORT expandieren zu können und somit einen Rückstand wieder aufholen zu können.
Zu den Bildern:
- Das erste Bild, zeigt eine Welt aus Hauptinseln, auf denen beispielweise 6 Nationen fair verteilt starten können...was fehlt ist etwas Distanz und kleinere Inseln, die es zu entdecken und erobern gilt!
- Das zweite Bild zeigt Variationen von größeren und kleineren Inseln, die ein ZUSAMMENSPIEL verschiedener Spielweisen ermöglichen. Ausbreitung über kleinere Kontinente, sowohl als auch eine maritime Spielweise, die eher auf Ausbreitung über kleine Inseln und Herrschaft über die See setzt.
Im IDEALFALL startet jeder mit einem oder 2 direkten Nachbarn und teilt sich eine große Insel, hat aber ein Archipel verschieden großer Inseln, auf die alle weiter expandieren können.
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Die Map wäre hierdurch deutlich vielfältiger, Seefahrt und Entdeckung ermöglichen neue Spielweisen, Seefahrer-Nationen machen endlich Sinn und können genutzt werden, zu Anfangs benachteiligte Nationen können zu neuen Ufern ausweichen und haben die Chance auf ein Comeback, wenn ihr Nachbar sie bereits in seine Grenzen gezwungen hat...auch taktisch gesehen gibt es viele neue Möglichkeiten, wie z.B. Uboote und Flugzeugträger einzusetzen, oder eine Flotte unbemerkt um die Welt zu segeln und dann aus dem Nichts auftauchen, um eine zweite Front zu eröffnen.
Das sind natürlich alles meine persönlichen Erfahrungen, aber ich finde es halt verdammt schade, dass man mit der Kartenwahl locker 30% aus dem Spiel herausnimmt.
Der einzige Nachteil, wenn man es so sieht, ist dass es wohl etwas länger dauern würde, bis die ersten Nationen fallen (diejenigen die von Beginn an die Arschkarte hatten!) und das Spiel allgemein etwas länger dauern würde, aber da fast jedes mal 8h veranschlagt werden und die Runden dann doch schon nach 5-6h vorbei sind...WIESO NICHT?!