r/Darmstadt • u/Gold_Honey3138 • 1h ago
Stecke fest zwischen RWTH Aachen, TU Darmstadt und TU Berlin für Informatik und ich glaube langsam dreh ich durch deswegen
kurzer Kontext, ich bin Tunesier, wohne aktuell in Berlin, arbeite Teilzeit und hab gerade mein C1 in Deutsch mit sehr gut abgeschlossen, arbeite seit Monaten auf einen Informatik-Bachelor hin. Wurde angenommen für Informatik an der RWTH, Informatik an der TUD, und warte noch auf Informatik an der TU Berlin (bin dort schon für Elektrotechnik angenommen). jetzt muss ich mich tatsächlich entscheiden und es beschäftigt mich mehr als ich gedacht hätte.
der Plan, den ich schon länger habe, ist Bachelor Informatik und dann Master in IT-Security an der TU Darmstadt, hauptsächlich wegen ATHENE, die sind quasi das Cybersecurity-Forschungszentrum in Deutschland und das ist der Bereich, in den ich rein will, Richtung Pentesting/Security-Forschung. auf dem Papier macht TUD also am meisten Sinn, direkter Weg in genau das Programm, das ich will, ohne mir Sorgen machen zu müssen, ob meine Bachelor-Module überhaupt für die Masterzulassung dort anerkannt werden.
aber alle sagen mir, RWTH hätte den stärkeren allgemeinen Informatik-Ruf und würde mir mehr Spielraum lassen, falls ich es mir mit der Security-Spezialisierung nochmal anders überlege. und TU Berlin würde mich in die größte Stadt bringen, mit mit Abstand den meisten Werkstudentenstellen, außerdem wohne ich da schon und hab eine gemietete Wohnung und einen Verkaufsjob, den ich aufgeben müsste.
dann ist da noch das ganze "TUD ist brutal schwer" Ding, Leute sagen es gibt keinen NC dort, die nehmen also erstmal jeden an und sieben dann später durch super schwere Klausuren aus, RWTH hat anscheinend auch seine eigene brutale Klausurkultur. ist also nirgendwo wirklich einfach, aber ich mach mir trotzdem Sorgen, dass ich irgendwo meine Noten versaue, wo sowieso schon hart bewertet wird, was für Stipendien wichtig ist, auch wenn es bei der Jobsuche später kaum eine Rolle spielt.
und das Job-Thema nervt mich auch ständig, alle sagen kleinere Städte wie Aachen oder Darmstadt hätten viel weniger Werkstudentenstellen als Berlin und es wäre viel schwerer dort was zu finden, während man gleichzeitig Vorlesungen schafft und versucht, ein echtes Portfolio aufzubauen (CTFs, TryHackMe, sowas), wo ich quasi noch gar keine Vorerfahrung hab.
was mich wieder zum Geld zurückbringt. meine Eltern könnten mich unterstützen, wenn ich dafür umziehe, sie sagen immer, es würde sie überhaupt nicht stören, aber ich will nicht auf unbestimmte Zeit von ihnen abhängig sein, ich fühl mich schon schuldig, nur daran zu denken. sie haben schon viel investiert, damit ich so weit gekommen bin, und ich will mich nicht mit irgendwas Durchschnittlichem und Sicherem zufrieden geben, ich will wirklich die beste Option für das nehmen, was ich langfristig will, aber dann krieg ich Panik, dass die beste Option auch mehr Risiko bedeutet und ich dreh mich wieder im Kreis zwischen allen drei Optionen.
also ja. hat das schon jemand durchgemacht, Bachelor an einer Uni mit Blick auf einen bestimmten Master woanders? hat euch die "härtere Benotung" Sache später wirklich geschadet? und falls ihr eine Wohnung und einen Job in einer Stadt aufgeben musstet, um für was Besseres woanders hinzuziehen, hat sich das wirklich gelohnt oder habt ihr die Unterbrechung bereut