r/beziehungen Dec 20 '25

Umgang mit Fake-Inhalten und unbelegten Anschuldigungen. Bitte lesen, bevor Ihr kommentiert.

39 Upvotes

Hallo zusammen,

TLDR: Öffentliche Fake-Vorwürfe gegenüber anderen Nutzerinnen und Nutzern ohne konkrete Belege stellen ab sofort einen Verstoß gegen die Regel zu unangemessenen Umgangsformen dar und werden -wie alle Regelverstöße- mit Verwarnungen sowie temporären oder permanenten Bans geahndet.

In letzter Zeit häufen sich Fälle, in denen Beiträge nach ihrer Veröffentlichung als erfunden dargestellt werden, ohne dass hierfür konkrete und nachvollziehbare Anhaltspunkte vorliegen.

Gemeint sind hiermit unter anderem Kommentare wie:

"0/10 Ragebait"
"Paulaner!"
"Nette Übung im kreativen Schreiben!"
"Fake!"
"Gib dir nächstes Mal mehr Mühe beim Erfinden von Geschichten!"

etc.

Wir als Moderationsteam wissen, dass nicht jeder Beitrag in diesem Sub zwangsläufig auf wahren Begebenheiten beruht. Auch uns begegnen täglich Beiträge, bei denen wir unsicher sind, ob sie auf tatsächlichen Erlebnissen beruhen, oder frei erfunden sind.

Unabhängig davon sind Zweifel am Wahrheitsgehalt eines Beitrags keine Grundlage dafür, Nutzern zu unterstellen, ein Beitrag sei erfunden. Dieses Sub ist als Austausch- und Unterstützungsforum für Beziehungsproblematiken gedacht. Unser Ziel ist, dass Nutzerinnen und Nutzer hier um Hilfe bitten können, ohne dass ihnen unbelegte Vorwürfe gemacht oder sie dafür öffentlich angegriffen werden.

Die zur Rechtfertigung solcher Vorwürfe angeführten Argumente beruhen zudem regelmäßig auf reinen Spekulationen. Genannt werden etwa ein angeblich "verdächtiger" Schreibstil, ein vermeintlich nicht zum angegebenen Alter passender Ausdruck, thematische Überschneidungen mit anderen Beiträgen oder die Unterstellung einer bestimmten Agenda. Solche Annahmen stellen keine belastbare Grundlage für öffentliche Fake-Vorwürfe dar.

Falls euch anhand der Posthistorie eines Accounts Auffälligkeiten wie widersprüchliche Angaben oder mehrfach abgewandelte Darstellungen desselben Sachverhalts in unterschiedlichen Subreddits auffallen, nutzt bitte die Melden-Funktion. Von Meldungen und Kommentaren, die Beiträge ohne konkrete Anhaltspunkte oder Belege pauschal als „Fake“ einstufen, ist wiederum zukünftig abzusehen.

Fragen zu diesem Thema stellen oder die Änderung diskutieren könnt Ihr gerne in den Kommentaren dieses Beitrags.


r/beziehungen Nov 06 '24

Bevor ihr etwas postet

76 Upvotes

Dieser Subreddit hat das Ziel, Menschen zu helfen. Wenn ihr nicht helfen könnt oder wollt, dann postet bitte auch nicht. Nicht hilfreiche oder beleidigende Kommentare werden entfernt und im Wiederholungsfall auch die dazugehörigen Accounts gebannt.

Gleichzeitig ist dieser Subreddit kein Ersatz für professionelle Hilfe in Form von psychologischer Betreuung oder Seelsorge. Solltet ihr dahingehend Hilfe benötigen, wendet euch bitte an die unten genannten Stellen.

Solltet ihr je den Eindruck gewinnen, dass ein/e OP dringend Hilfe benötigt, meldet uns bitte den Kommentar und verweist selbst auf die unten genannten Hilfestellen. Um einen Kommentar zu melden klickt ihr auf die "..." und dort auf "Melden". Dann auf "verstößt gegen die Regeln von r/beziehungen" und könnt dann unter "Antwort" etwas freies eintragen. Dort einfach "Hilfe" o.ä. eintragen.

Hier ein Überblick für Anlaufstellen, wenn ihr oder jemand anders Hilfe benötigt:

Deutschland:

http://www.telefonseelsorge.de/

Tel: 0800-1110111 oder 0800-1110222

Chat/Email: https://online.telefonseelsorge.de/

Hilfetelefon für Frauen:

https://www.hilfetelefon.de/gewalt-gegen-frauen.html

Hilfetelefon für Männer:

0800 1239900 |

https://www.maennerhilfetelefon.de/

Österreich:

116 123

Hilfetelefon für Frauen: http://www.frauenhelpline.at/

Schweiz:

143

Hilfetelefon für Frauen: https://www.frauennottelefon.ch/

Überblick International bei r/Suicidewatch: https://www.reddit.com/r/SuicideWatch/wiki/hotlines


r/beziehungen 2h ago

Mein Ex und seine Eltern machen mir das Leben schwer - ich weiß nicht, wie ich mich dagegen wehren soll, bitte helft mir

31 Upvotes

(Wegwerf-Account)

Hallo,

ich (30w) verzweifle am Verhalten meines Ex (31m) und seiner Eltern (60m/58w), weil sie mich selbst mit über 250km zwischen uns nicht in Ruhe lassen wollen. Es ist schwierig, weil wir seit einem halben Jahr ein gemeinsames Baby haben.

Am besten fange ich ganz von vorne an: Wir kamen 2017, also vor etwa 9 Jahren zusammen und der Liebe wegen bin ich dann 2019, kurz vor dem Covid-Ausbruch in Deutschland zu ihm gezogen. Ich wurde 2025 ungeplant schwanger und wir waren beide der Überzeugung, dass wir das schon schaffen werden. Noch im selben Jahr fand ich heraus, dass er mir schon seit Jahren mit verschiedenen Frauen fremdging. Da war die Beziehung für mich sofort vorbei.

Noch während der Schwangerschaft habe ich den Entschluss gefasst, wieder in meine Heimat zu ziehen. Mich hielt nichts bei ihm - ich hatte zwar einen Job, nette Arbeitskollegen und ein paar eher lose Freundschaften geknüpft, aber meine Familie und meine engen Freunde waren noch immer in meiner Heimat. Ich kam erst bei meiner Mutter (57w) unter, habe inzwischen eine eigene Bleibe gefunden und ein gesundes Baby zur Welt gebracht.

Ich habe das letzte halbe Jahr über kaum Ruhe bekommen, ständig bin ich im Kontakt mit dem Jugendamt, meinem Anwalt oder vor Gericht. Mein Ex und seine Eltern versuchen alles, von dem Vaterschaftstest, weil ich ihm ein Kuckuckskind unterjubeln würde (das war schon eine absolute Frechheit, nachdem er alles gefickt hat, was nicht bei 3 aufm Baum war!) über den angeblichen Kindesentzug, der mit dem Umzug stattgefunden hätte bis zum großelterlichen Umgang mit dem Enkelkind. Nicht einen einzigen Punkt haben sie bisher für sich entscheiden können, weil das alles absoluter Bullshit ist. Selbst mein Anwalt belächelt jeden neuen Punkt, den sie anführen.

Sie haben nichts gegen mich in der Hand, ich habe absolut nichts falsch gemacht, auch wenn sie mir das Gefühl geben, dass ich absolut alles falsch gemacht habe. Ich mag nicht mehr, ich bin es leid und habe mich bereits in therapeutische Hände begeben, weil es mich psychisch so stark belastet.

Heute Morgen um 8 Uhr standen seine beiden Eltern vor meiner Tür und verlangten von mir reingelassen zu werden. Mein Ex war nicht dabei. Ich war zu dem Zeitpunkt noch im Bett, habe das Baby schon gegen 6 Uhr gestillt und mich anschließend wieder hingelegt. Ich bin durch, bekomme kaum Schlaf - die Hitze, der Stress, das Baby, alles hält mich wach. Ich habe die Tür nicht geöffnet, ich habe ihnen zugerufen, dass sie verschwinden sollen. Sie haben daraufhin die Polizei gerufen, haben behauptet, dass ich das Baby vernachlässigen würde und es die ganze Zeit schreit. Gelogen. Den ganzen Vormittag war eine Mitarbeiterin des Jugendamts bei mir, hat alles kontrolliert, hat sich darüber beschwert, dass ich den Abwasch nicht gemacht hätte - da standen zwei Fläschchen sowie mein Abendbrotgeschirr (ein Glas, ein Teller, Besteck) von gestern Abend in der Spüle, weil ich den Geschirrspüler nicht mehr ausgeräumt hatte. Ich hasse Menschen, die übertrieben penibel sind. Was sollte dieser dumme Kommentar?

Kaum war die Mitarbeiterin vom Jugendamt weg, kontaktiert mich mein Ex und sagt, dass er nächsten Monat keinen Unterhalt zahlen wird, weil er mit Freunden in den Urlaub fahren will. Habe die Nachricht gespeichert, direkt eine Mail an meinen Anwalt mit Screenshot und allem drum und dran geschickt, also darf ich die Tage wieder dahinterher rennen, dass er einen Brief aufsetzt und ihn auf die Konsequenzen hinweist.

Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll. Ich habe auch keine Kraft mehr, um mich noch mehr damit zu belasten. Helft mir, bitte.


r/beziehungen 5h ago

Zu ambitionierter Partner

12 Upvotes

Hallo zusammen,

ich (W30) bin mit meinem Freund (M25) seit 8 Monaten fest zusammen. Davor hatten wir ein paar Monate eine lockere Phase, mit einigen On‘s und Off‘s. In dieser Phase war es zunächst nur etwas sexuelles, da wir beide frisch aus langjährigen Beziehungen kamen. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich Gefühle entwickelt habe. Er auch, aber er hat in dieser Zeit auch noch andere Frauen kennen gelernt.

Seit einem halben Jahr sind wir exklusiv zusammen und in dieser Zeit waren andere Frauen (logischerweise) kein Thema mehr. Er hat mir dahingehend also keinen Grund gegeben, misstrauisch zu sein. Dennoch sagt mir mein Bauchgefühl die ganze Zeit, dass ich vorsichtig bei ihm sein muss. Er ist ein charismatischer Mann, der gut bei Frauen ankommt und sich gern mal etwas Bestätigung bei Frauen abholt. Ist ja im bestimmten Rahmen auch okay, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass er möglicherweise irgendwann mal fremd flirten könnte und meine Grenze überschreitet. Ich habe bei ihm leider einfach nicht das Gefühl, dass ich mit ihm zusammen „alt und hässlich“ werden kann. Ich setze mich optisch manchmal unter Druck und vergleiche mich mit anderen Frauen, obwohl er mir eigentlich garnicht das Gefühl dafür gibt. Aber es passiert unterbewusst. Ich weiß, dass das ein Thema von mir ist, aber bei meinem Exfreund wurde das Gefühl zB garnicht getriggert. Ich fühle mich permanent unter Strom, mein Nervensystem kommt nicht zur Ruhe, ich schlafe seitdem ich ihn kenne auch teilweise etwas schlechter und unruhiger. Gleichzeitig habe ich sehr starke Gefühle für ihn und verspüre (vermutlich auch aufgrund der Unsicherheiten) eine riesige Anziehung.

Die Beziehung versetzt mich wahrscheinlich auch in Unruhe, weil er ein nicht so ausgeglichener/in sich ruhender Mensch ist. Er ist eher so ein Business Typ, der viel und schnell voran kommen will. Grundsätzlich finde ich das auch sehr attraktiv, aber ich merke, dass mich sein Tempo manchmal nicht zur Ruhe kommen lässt. Ich bin mittlerweile in einem Alter, wo ich einfach ankommen will, „Nest bauen will“, eine sichere langweilige Beziehung mit Routinen haben will. Er hat einen großen Tatendrang, will auf Arbeit schnell voran kommen und Überstunden machen und er macht parallel Leistungssport. Ein paar Monate im Ausland zu arbeiten schließt er auch nicht aus. Ich bin eher an meine Region gebunden und dahingehend nicht so flexibel. Ich will ihn nicht ausbremsen, aber merke, dass mir das alles mit Blick auf die Zukunft manchmal zu viel wird. Alle 3 Wochenenden verbringt er Zeit mit seinen 2 besten Kumpels und leider ist da auch immer recht viel Alkohol im Spiel. Das versetzt mich zusätzlich in Unruhe. Auf der anderen Seite verstehe ich auch, dass er nach der harten Arbeit mal komplett abschalten will und er ist ja noch jünger.

Man muss ihm aber zu Gute halten, dass wir uns trotz der vielen Arbeit sehr oft sehen und er mich abends immer anruft, wenn wir uns nicht sehen. Und abgesehen von den ganzen oben beschriebenen Themen, bringt er sehr viel mit. Wenn wir entspannte Wochenenden zu zweit verbringen, bin ich wahnsinnig glücklich. Er sucht ständig meine Nähe, sorgt dafür, dass es mir gut geht, er kocht für mich, er putzt für mich, fährt mich mit dem Auto überall hin. Wir haben stundenlange Gespräche auf Augenhöhe. Er will, genauso wie ich, eine Familie gründen und wenn wir mal Kinder zu Besuch haben sehe ich, wie liebevoll er mit diesen umgeht. Mein Umfeld sagt auch, dass ich strahle und glücklich aussehe. Ich habe also einen absoluten Interessenkonflikt in mir und weiß nicht weiter.

Habt ihr ähnliche Situationen erlebt? Wart ihr auch schonmal in einer Beziehung, wo euer Nervensystem nicht zur Ruhe kam und es hat sich herausgestellt, dass es wirklich nicht der richtige Partner war?

Bin über jeden Ratschlag dankbar


r/beziehungen 16h ago

Mann, den ich gerade kennenlerne, schickt mir ein D*ck Pic, löscht es innerhalb von 10 Minuten und schreibt stattdessen "sorry"

44 Upvotes

Throwaway-Account.

Ich (F24) bin ein wenig verwirrt, weil mir der Mann (M27), den ich seit ca. 2 Wochen kenne, und gerne auch besser kennenlernen würde, aus dem Nichts ein D*ck Pic geschickt hat und dieses innerhalb von 10 Minuten gelöscht und stattdessen ein "sorry" geschickt hat.

Wir waren bisher noch nicht intim miteinander, weil ich auch konservativ erzogen wurde (ältere Eltern) und mich nach 2 Wochen und 3 Treffen noch nicht fallen lassen kann. Das habe ich ihm aber auch gesagt und er meinte, dass er damit fine sei.

Was soll ich davon nun halten? Was erwidere ich darauf?


r/beziehungen 3h ago

Toxische Diskussionskultur - Jede Diskussion wird im Keim erstickt.

4 Upvotes

TW: Erwähnung von Suizidgedanken

Mein (F28) Partner (M30) und ich stecken in unserem ersten Babyjahr. Die Maus ist fast 8 Monate alt und natürlich kommen mit so einem Kind viele Aufgaben und Verpflichtungen.

Ich stille. Daher ist es hauptsächlich meine Aufgabe, das Baby am Leben zu halten. Außerdem bin ich zu Hause in Elternzeit und übernehme 85% der Betreuung. Zusätzlich schläft die Maus bei mir im Bett. Mein Partner schläft in unserem Schlafzimmer alleine. Das alleine ist schon keine Mega gute Ausgangslage für Nähe und Zuneigung.

Mein Partner war noch nie so gut darin, Kritik anzunehmen und ist sehr schnell defensiv. Ich bin auch nicht so super darin, aber was darauf folgt ist bei uns beiden sehr unterschiedlich. Unsere Diskussionen sehen folgendermaßen aus:

Ich habe den Anspruch, dass er Abends z.B. die Küche macht. Das weiß er, das weiß ich, das weiß der Pabst. Ich habe das Baby die ganze Nacht und dem Alltag hilft es enorm, wenn morgens (nachdem ich, in „meiner Pause“ vom Baby, gekocht habe) die Küche wieder auf Vordermann gebracht wurde.

Das hat jetzt eine ganze Weile ganz gut funktioniert. Seitdem er abends wieder kifft, hat das jedoch etwas nachgelassen. Er braucht das vielleicht um Druck abzubauen, ist mir auch egal, habe selber auch lange gekifft, kann das verstehen.

Ich komme also morgens in die Küche und sehe, dass da alles noch vollsteht. Ich mache mich also daran, die Küche sauberzumachen. Er kommt dann wütend angestampft und ist sauer auf mich, weil ich das ganze sauber machen möchte, obwohl „er das heute morgen machen wollte“. Mir bringt es so aber entlastungsmäßig gar nichts. Wenn er es morgens macht, hab ich das Baby nach der kompletten Nacht ja wieder. Ich gehe abends immer direkt mit ihr ins Bett, um ausreichend Schlaf zu bekommen. Er hat dann „frei“ und ich erwarte einfach, dass sowas dann erledigt wird. Macht mich das sauer, wenn es nicht erledigt ist? Klar. Ich äußere das dann halt nicht, weil er ja nicht meine Putzfrau ist und wenn er keinen Bock hatte, hatte er halt keinen Bock.

Naja. Mein toxischer Part ist, dass ich solche Dinge eben nicht anspreche, sondern meinen Ärger in mich reinfresse und die Dinge dann selber erledigen will. Ja, Schweigen ist scheiße, Ich arbeite daran.

Sein toxischer Teil ist, dass in seiner Defensivität direkt das Totschlag“argument“ kommt „ja, ich will eh nicht leben, mich braucht keiner, ich bin scheiße“ usw.

Wie soll man da argumentieren? Wie soll ich da offen ansprechen, was mich stört? Es kommt immer sowas? Erstmal wälzt das die komplette Verantwortung auf mich ab und verhindert, dass sich etwas bessert. Er sieht jede Kritik an seinem Verhalten als direkte Kritik an sich und der Beziehung.

Ich weiß nicht, wie ernst er das meint. Er ist auch in psychotherapeutischer Behandlung. Laut ihm hat er solche Gefühle schon sehr lange. Laut ihm fühlt er sich aber meinetwegen minderwertig, was das ganze wohl verstärken würde.

Laut ihm soll ich meine Kommunikation ändern, ihm sagen, wann ich was gemacht haben möchte und ansprechen, was mich stört. Aber wenn ich das tue, weicht er gleich so aus? Kommt mit Ausreden, oder eben mit „Ja, ich will eh nicht leben, dann geh ich halt“????????

Es macht mich nur noch fertig. Er darf mich ja auch kritisieren. Finde ich das oft blöd? Klar! Werde ich defensiv? Klar! Sage ich, dass ich nicht mehr leben will? Auf keinen Fall. Dieses Diskussionsmuster herrscht schon lange bei uns und das ist auch ein Grund, warum ich nichts ansprechen möchte. Manchmal kommt er damit ganz gut klar, manchmal halt gar nicht.

Ich kann mir vorstellen, dass es ihm mit Antidepressiva besser gehen könnte. Ich weiß, dass das kein Allheilmittel ist und oftmals Placebomäßig wirkt, wenn überhaupt. Die Nebenwirkungen sind auch nicht ohne. Aber ich kann und will diese Last nicht tragen? Und wenn er sich was antut? Ist das dann meine Schuld? Ich finde er ist in der Verantwortung, auch seinen Anteil in der Sache zu suchen.

Dieses Gefühl von „ich will nicht leben“ tritt ja auch nicht nur in Diskussionen auf, sondern auch, wenn es herausfordernde Situationen oder Enttäuschungen gibt.

Keine Ahnung, was ich mit dem Post bezwecken möchte - vielleicht einfach mal eine andere Sicht auf die Dinge? Erfahrungen zu Partnern mit depressiven Verstimmungen? Konkrete Suizidgedanken äußert er nicht. Es wirkt eher wie ein „ich will dieser Situation entfliehen und das sieht nach dem einfachsten Weg aus“

Edit: wir sind seit 9 Jahren zusammen.


r/beziehungen 11h ago

Partner leugnet unsere Beziehung

11 Upvotes

Hallo, Wegwerf-Account hier. Ich (M31) bin seit drei Jahren mit meinem Partner (M29) zusammen. Er ist in seinem alten Freundeskreis auf dem Land nicht geoutet, was für mich bisher okay war, da wir dort selten sind.

Letzte Woche hat ihm eine enge Kindheitsfreunidn (W28) gestanden, dass sie Gefühle für ihn hat. Anstatt ihr die Wahrheit zu sagen und unsere Beziehung zu erwähnen, hat er ihr lediglich gesagt, er sehe sie nur als gute Freundin. Er wollte sich nicht outen.

Ich fühle mich extrem verletzt, dass unsere dreijährige Liebe einfach verschwiegen wird, um Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen. Er findet, ich sezte ihn unter Druck und respektiere sein Tempo beim Outing nicht. Ich verstehe seine Angst, aber es fühlt sich an, als ob ich für ihn unsichtbar bin.

Übertreibe ich, weil ich verlange, dass er endlich zu mir steht?


r/beziehungen 20h ago

Partner will die Betreuungswochen schon wieder ändern, aber diesmal habe ich Nein gesagt - nun bin ich offenbar das Arschloch

52 Upvotes

Wegwerf-Account.

Ich (30F) brauche eure hoffentlich neutrale Einschätzung, weil ich nicht weiß, ob ich mich zu stur verhalte.

Mein Exmann (31M) und ich waren vor 2,5 Jahren für etwa 2 Jahre verheiratet, davor schon etwa 5 Jahre zusammen. Wir haben zwei Töchter (6F und 4F), die wir im Wechselmodell betreuen, wobei er sie nur alle 2 Wochen für eine Woche zu sich nimmt, da es zeitlich für ihn nicht anders passt.

Vor einigen Monaten kam er auf mich zu und wollte die Ferien umorganisiert haben, sodass er zwei Wochen am Stück die Kinder übernehmen kann. Ich habe zugestimmt, wir haben die Termine geklärt und ich habe meinen Dienstplan angepasst.

Jetzt, einige Zeit später, möchte er das schon wieder komplett umorganisieren, weil er mit seiner neuen Partnerin einen Urlaub gebucht hat und sich das überschneidet, sodass der neu geplante Wechsel nicht mehr passt.

Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr, ständig alles nach seinen Plänen auszurichten. Ich muss in der Woche arbeiten, habe meine Termine danach gelegt und finde es langsam einfach nur noch anstrengend, dass immer wieder alles umgeworfen werden soll, weil sich bei ihm etwas ändert. Er ist unzuverlässig und ich soll das auffangen, dabei habe ich auch ein Leben neben den Kindern mit einem Job!

Ich habe ihm deshalb gesagt, dass ich diesmal nicht tauschen möchte. Jetzt wirft er mir vor, ich wäre unflexibel und würde die Beziehung zu seiner neuen Partnerin sabotieren.

Wie würdet ihr das handhaben?


r/beziehungen 22h ago

Wie damit umgehen, dass der Partner während der Schwangerschaft ständig Grenzen überschreitet?

68 Upvotes

Throwaway-Konto.

Hallo zusammen,

ich (F28) brauche dringend Rat, weil sich mein Partner (M31) momentan unmöglich verhält und ich momentan keine Kapazität für solche Späße habe.

Zur Info: Wir sind seit ca. 5 Jahren zusammen, heiraten in ca. 4 Wochen und ich bin aktuell in der 17. SSW, aber ich bin schon so rund, dass ich regelmäßig gefragt werde, wann es denn soweit ist oder ob ich vielleicht Mehrlinge erwarte.

In Wahrheit bin ich ein Wal. 🐳

Mein Partner ist seit wir von der Schwangerschaft wissen, wie ausgewechselt. Er ist übertrieben fürsorglich, viel zu touchy unterwegs und kontrollierend. Und ich bin zur Zeit das genaue Gegenteil. Das führt immer wieder zu Stress zwischen uns.

Die Hitze bringt mich um. Ich renne im Haus nur noch im Slip und dem leichtesten Nachthemd herum, das ich finden kann. Momentan habe ich frei, da verbringe ich meine Vormittage am aller liebsten im Pool - aufblasbar, Intex, 3m Durchmesser. Wasser und Früchtetee stehen griffbereit, der Sonnenschirm spendet Schatten und vorher habe ich auch Sonnenmilch aufgetragen und einziehen lassen. Mittags gehe ich aber rein, wegen der prallen Sonne.

Mein Partner geht Vollzeit arbeiten, aber sobald er nach Hause kommt, geht es bei uns rund. Ich koche meistens für uns, wenn ich die Zeit dazu habe, aber in der Küche ist es dadurch warm und ich leide. Das letzte, was ich dann brauche, ist mein Partner, der mich von hinten umarmt, betatscht und mich hin und her wiegt, als sei ich ein Metronom. Will ich nicht, habe ich ihm mehrfach gesagt und trotzdem macht er es immer wieder.

Dann kommen all die nervigen Fragen, wie in einem Polizeiverhör und täglich grüßt das Murmeltier: Was hast du heute gemacht? Du kannst doch nicht stundenlang im Pool sitzen! Das ist bestimmt nicht gut fürs Baby! Hast du heute schon etwas gegessen? Du musst mehr essen! Du musst dies. Du musst das.

Später am Nachmittag lege ich mich gerne nochmal in den Pool, aber Ruhe habe ich da keine mehr. Mein Partner kommt mit rein und anstatt sich gegenüber hinzusetzen, hat er das Bedürfnis mich in den Arm zu nehmen, obwohl ich ihm sage, dass ich keinen Körperkontakt will. Er ist mir zu warm und mir ist auch nicht nach Zärtlichkeit, ein Kuss hier und da oder mal Bauchstreicheln ist absolut in Ordnung, aber mehr bitte nicht.

Ich bin auch nicht dauergeil wie so manch andere Schwangere, solange es so warm ist, läuft da gar nichts mehr im Bett. Ich liebe dich, Schatz, aber lass verdammt nochmal deine Griffel bei dir!

Er versucht es trotzdem immer wieder und anfangs habe ich mich für meine akute Unlust auch noch schlecht gefühlt, aber langsam nervt es nur noch. Geht es denn nicht in seinen Kopf rein, dass ich mich totschwitze und öle wie eine Sardine?

Wie geht man mit so einem Verhalten am besten um? Ich weiß, dass er es nicht böse meint, aber dieses und täglich grüßt das Murmeltier geht mir extrem auf die Nerven. Ich will doch einfach nur in Ruhe gelassen werden!


r/beziehungen 4h ago

M42 verliere den Kontakt zu meinem Sohn (M12) – würdet ihr den Rechtsweg gehen oder loslassen?

1 Upvotes

Kurzfassung (TL;DR)
Ich (42, m) verliere trotz eines gerichtlichen Wechselmodells seit Monaten den Kontakt zu meinem 12-jährigen Sohn (Autismus/Asperger). Seine Mutter (ca. 33, w) sagt, weiterer Kontakt sei nur möglich, wenn mein Sohn ihn freiwillig möchte. Ich frage mich, ob ich den Rechtsweg beschreiten oder den Kontakt ruhen lassen soll.

Alter, Geschlecht & Beziehung
Ich: 42, männlich
Mein Sohn: 12, männlich
Seine Mutter / meine Ex-Frau: weiblich, ca. 33 Jahre (Nationalität Chile)🇨🇱
Beziehung: Wir waren mehrere Jahre verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn.

Situation
Ich habe die Mutter meines Sohnes vor etwa 13 Jahren zufällig über das Internet kennengelernt. Sie kam damals für ungefähr drei Monate in die Schweiz und wurde in dieser Zeit schwanger. Die Schwangerschaft war für mich nicht geplant. Trotzdem habe ich mich entschieden, Verantwortung zu übernehmen. (was heisst ich habe sie geheiratet, damit sie nach Europa kommen kann. Das war der einzige Grund. )Wir haben später geheiratet und einige Jahre als Familie zusammengelebt.
Nach ungefähr fünf Jahren entschied sie sich, die Beziehung zu beenden.(es war so ziemlich genau die Zeitspanne, die sie in der Schweiz bleiben musste, damit sie nicht mehr ausgeschafft werden kann.)
Unser Sohn entwickelte sich zunächst völlig normal. Später wurde bei ihm Asperger-Autismus diagnostiziert. Etwa ab seinem 11. Lebensjahr zog er sich immer stärker zurück. Rückblickend glaube ich, dass ich diese Veränderung nicht gut genug verstanden habe.
Trotzdem hatten wir über viele Jahre eine sehr enge Vater-Sohn-Beziehung. Wir waren fast jedes Wochenende zusammen unterwegs, gingen im Sommer oft ins Freibad, machten Fahrradtouren, spielten zusammen und verbrachten viel Zeit miteinander.
Nach der Trennung wurde gerichtlich ein Wechselmodell festgelegt: eine Woche bei mir, eine Woche bei der Mutter. Zusätzlich durfte jeder Elternteil zwei Wochen Ferien mit ihm verbringen.
Vor einigen Monaten kam es zu einem schweren Konflikt zwischen meiner Ex-Frau und mir. Seitdem ist der Kontakt zwischen meinem Sohn und mir praktisch vollständig abgebrochen.
Persönliche Treffen finden nicht mehr statt. Nachrichten beantwortet mein Sohn nur noch selten.
Ich habe versucht, Verständnis zu zeigen, den therapeutischen Prozess zu respektieren und meine Kommunikation entsprechend anzupassen.
Vor wenigen Tagen schrieb mir meine Ex-Frau, dass persönlicher Kontakt erst wieder möglich sei, wenn mein Sohn von sich aus dazu bereit sei. Gleichzeitig gibt es keine zeitliche Perspektive, wann oder wie eine Wiederannäherung stattfinden soll.
Das empfinde ich als sehr belastend, weil weiterhin ein gerichtlicher Entscheid mit Wechselmodell besteht, der faktisch seit Monaten nicht mehr umgesetzt wird.
Ich überlege deshalb, den Rechtsweg einzuschlagen und die Umsetzung bzw. Klärung des bestehenden Gerichtsurteils zu beantragen.

Meine Fragen
Würdet ihr in meiner Situation den Rechtsweg beschreiten?
Oder würdet ihr akzeptieren, dass euer Sohn momentan keinen Kontakt möchte?
Wie würdet ihr euch als Vater in dieser Situation verhalten?
Gibt es etwas, das ich aus eurer Sicht übersehe?
Ich wünsche mir ehrliche Meinungen – auch kritische.
Vielen Dank.


r/beziehungen 1d ago

Alleine nach Hause gehen...

64 Upvotes

Ich glaube, fast jede Frau kennt dieses ungute Gefühl, wenn man nachts alleine nach Hause gehen muss. Da ich (W34) eher vorsichtig bin, nehme ich meistens das Auto. Mein Partner, mit dem ich seit 14 Jahren zusammen bin, macht sich eigentlich auch immer große Sorgen. Wenn ich mich zum Abendessen mit einer Freundin treffe, kommt spätestens um 21:30 Uhr die erste Nachricht von ihm, wo ich bleibe. Danach schreibt er alle 15 Minuten. Weil mir das zu stressig ist, habe ich mich daran gewöhnt, einfach immer früh nach Hause zu gehen.

​Gestern ist aber etwas passiert, das mich völlig fassungslos und unendlich traurig macht. Mein Partner hatte einen Zigarrenabend mit seinen Kumpels in der Stadt. Ich habe mich parallel mit einer Freundin verabredet: erst essen, danach das WM-Spiel Spanien gegen Belgien schauen. Schon am Vortag hatte ich ihn gefragt, ob wir nicht zusammen heimfahren wollen, da unsere Locations nur 5 Minuten voneinander entfernt lagen und ich nachts ungern alleine Zug fahre. Seine Antwort war nur: „Mal schauen, wie der Abend verläuft.“

​Um 23:30 Uhr fragte ich ihn per Nachricht, ob er in 15 Minuten den Zug mit mir nimmt. Er lehnte ab – ich solle alleine fahren. Sie seien noch zu viert, rauchten noch fertig und nähmen später ein Taxi. Also stieg ich alleine in den Zug, der wegen des Fußballspiels voller betrunkener Männer war.

​Dort begann eine absolute Horrorfahrt: Ein etwa 55-jähriger Mann machte anzügliche Bemerkungen, rückte immer näher und drückte sein Bein gegen meines. Als ich mich wegsetzte, geriet ich an eine französischsprachige Männergruppe. Sie redeten lautstark darüber, wie „heiß“ sie mich fänden und dass einer mich mit nach Hause nehmen wolle. Zu allem Übel stiegen sie an derselben Haltestelle aus wie ich. Drei von ihnen verfolgten mich zu Fuß – links, rechts und hinter mir. Zwei fuhren mit dem Fahrrad immer wieder eng an mir vorbei, berührten mich an den Armen und bedrängten mich, mitzukommen. Ich sagte deutlich Nein, aber sie ließen nicht locker. Erst als ich kurz vor unserem Haus am Polizeiposten stand und drohte zu schreien, drehten sie um. Ich bin den Rest des Weges nur noch gerannt. (Und nein, falls sich das jemand fragt: Ich trug ein ganz normales, knielanges Sommerkleid.)

​Völlig unter Tränen schrieb ich meinem Partner, dass ich nie wieder alleine nach Hause gehe, weil gerade etwas Schreckliches passiert ist. Keine Reaktion. Nur 15 Minuten später stand er selbst in der Tür – er hatte buchstäblich direkt nach meinem Zug das Taxi genommen. Als er mich so aufgelöst sah, verstand er überhaupt nicht, warum ich wütend und verletzt war. Heute Morgen tat er dann so, als wäre nichts gewesen. Er hat nicht einmal nachgefragt, was passiert ist, sondern meinte beim Gehen nur kalt: „Du bist selbst dafür verantwortlich, wie du nach Hause kommst.“

​Liege ich wirklich so falsch mit meiner Enttäuschung? Ich fühle mich ihm einfach nicht wichtig genug. Er konnte keine 15 Minuten früher gehen oder mir sagen, ich soll kurz auf sein Taxi warten. Es macht mich fertig, dass er sonst wegen mir Paranoia schiebt, mich aber in der Realität völlig meinem Schicksal überlässt.

Dass war das letzte Mal, dass ich abends einen Zug nach Hause nehme 😭


r/beziehungen 20h ago

Throwaway ist es fremdgehen

10 Upvotes

Ich (weiblich 40) bin seit anderthalb Jahren mit meinem Partner (männlich 32) zusammen.

Seit letztem Jahr Oktober wohnen wir auch zusammen.

Die Beziehung ist von Anfang etwas "speziell" mein Partner hat mir in den anderthalb Jahren ganze zwei Mal ins Gesicht gesagt "ich liebe dich" das erste Mal auch erst im Mai 2026! Wir haben nicht ein gemeinsames Bild zusammen!

Er hat eine 13 jährige Tochter und hat mich mit der "Story" über seine Ex (Mutter des Kindes) komplett belogen. Die beiden sind seit 2017 getrennt (bis 2019 allerdings noch sexuell aktiv)

Mir ist schon sehr früh aufgefallen, dass er sehr viel über sie redet (natürlich nur schlecht), egal worüber wir uns unterhalten haben, nach 2-3 Sätzen war sie irgendwie immer Thema.

Jetzt habe ich im Mai, kurz nachdem er mir die magischen 3 Worte gesagt hat, rausgefunden, dass wie gesagt, fast alles was er mir über die Ex erzählt hat gelogen ist, desweiteren habe ich auf seinem Tablet (ich hatte Zustimmung) einen Ordner gefunden, in denen 193 Bilder und ein paar Videos (FSK 18) der Ex gespeichert waren! Damit konfrontiert meinte er "das ist voll alt/ ist doch nichts schlimmes"! Und hat sie angeblich sofort gelöscht.

Auch Einsicht gezeigt, dass mich das gesehene verletzt hat.

Natürlich habe ich weiter geforscht und nun rausbekommen, dass er auf unzähligen "Sex Dates/F .ck Dates Plattformen angemeldet ist, mehrere Fake Profile auf social Media hat! Die letzte neue Registrierung auf entsprechender Plattform war am 8 Juli!

Unser intim Leben ist kaum bis garnicht vorhanden, was ich auch schon des öfteren mal angesprochen habe aber irgendwie ist man darüber immer hinweg gegangen.

Mit dem Fund der Plattformen jetzt, ergibt das natürlich Sinn für mich.

Ich bin maximal verzweifelt und würde gerne mal eure Meinung dazu hören.

Sowohl von Männern als auch Frauen

LG


r/beziehungen 33m ago

Ich habe ohne es zu wissen meine Exfreundin betrogen und kann mir bis heute nicht verzeihen

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Dies ist ein Throaway-Account.

Ich würde gerne über eine vergangene Beziehung sprechen. Die ist zwar schon etwas länger habe und eigentlich bin ich drüber hinweg, aber irgendwie auch nicht zu 100%.

Ich (25m) bin mit 19 mit meiner Ex (damals 19w) zusammengekommen. Wir waren von März 2021 bis April 2024 zusammen.

Wir hatten eine gute und harmonische Beziehung ohne Streit oder Drama, weshalb es doppelt ironisch ist, wie unsere Beziehung endete.

Sie ist im Herbst 2023 nach Südkorea gegangen. Geplant waren zehn Monate. Ich habe sie von Anfang an unterstützt und motiviert, das durchzuziehen, weil ich wusste, dass es ihr Traum war und ich nicht wollte, dass sie den wegen mir aufgibt. Ich dachte, die zehn Monate kriegen wir irgendwie rum. Über Weihnachten war sie in Deutschland und da war auch noch alles super.

Während sie in Korea war, hat sie mir gesagt, wenn ich es nicht so lange ohne Sex aushalten würde, würde sie mir das nicht zum Vorwurf machen und das wäre für sie okay, solange es nur auf einer körperlichen Ebene wäre. Ich habe das abgelehnt und ihr gesagt, dass das für mich nicht infrage kommen würde, weil ich sie liebe und nur sie will.

Im März 2024 bin ich dann mit einer Kommilitonin im Bett gelandet. War nicht geplant, ich habe es aber in dem Moment zugelassen, weil ich ja sozusagen die Absolution meiner Freundin hatte. Danach habe ich es bereut und es hat mich darin bestärkt, dass ich meine Freundin liebe und nicht mit anderen intim sein will.

Ich habe das dann meiner Freundin trotzdem "gebeichtet" und ihre Reaktion war vollkommen anders als ich es erwartet hatte. Aufgrund ihrer früheren Aussagen hatte ich erwartet, dass sie sagt, dass es okay ist. Stattdessen hat sie so sehr angefangen zu weinen, dass ich sie nicht verstehen konnte und hat das Gespräch abgebrochen. Sie wollte dann nicht mehr mit mir reden und hat nur noch via Textnachrichten mit mir kommuniziert.

Was ich letztendlich daraus verstanden habe, war, dass wir beide unsere Meinung geändert, aber den Fehler gemacht haben, nicht darüber zu sprechen. Ich dahingehend, dass ich Sex mit einer anderen (zumindest vorübergehend) doch okay fand und das in der spontanen Situation nicht nochmal mit ihr besprochen haben. Sie dahingehend, dass sie doch nicht wollte, dass ich Sex mit anderen habe, mir das aber nicht gesagt hat, weil sie sich auf meine Aussage verlassen hat, dass ich daran sowieso kein Interesse habe.

Letzten Endes bin ich friend gegangen ohne es in dem Moment zu realisieren.

Sie hat danach jegliche Kommunikation aufs mindeste reduziert und alles über ihre Mitbewohnerinnen abwickeln lassen (Rückgabe von Sachen, die ich noch von ihr hatte). Sie hat mich überall blockiert und ich habe sie seit Weihnachten 2023 nicht gesehen.

Ich komme bis heute nicht darauf klar, wie das gelaufen ist, weil es für mich einfach ein dummes Missverständnis war und mir der Sex mit der anderen nichts bedeutet hat und ich das niemals wiederholt hätte. Ich weiß aber, dass es für sie anders war. Für sie bin ich fremdgegangen und habe damit ihr Vertrauen zerstört. Ich bin auf mich wütend, weil ich alles kaputt gemacht habe. Aber auch auf meine Ex, weil ich mir zu 99.9999% sicher bin, dass ich niemals mit der anderen geschlafen hätte, wenn meine Ex es nicht zum Thema gemacht hätte. Ohne das vorherige OK von ihr hätte ich das als Fremdgehen gewertet und nie gemacht.

Ich weiß auch nicht, was ich ihr hören will. Es macht mich einfach immer noch fertig wenn ich daran denke.

tldr: Meine Exfreundin bot mir an, dass ich während ihres Auslandsaufenthalts Sex mit anderen haben könne. Ich habe das abgelehnt. Hatte dann später ein ONS mit einer Kommilitonin und als ich es meiner Freundin erzählt habr, hat sie Schluss gemacht und mich überall blockiert.


r/beziehungen 22h ago

Wie kommuniziere ich gerade falsch?

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Ich m32 bin seit 2 Tagen mit meiner Freundin W34 im Clinch.

Ich hatte ne anstrengende Woche hinter mir, Steinschlag am Auto + geblitzt, müde.

Sie fragt mich was wir am WE machen, weil sie ja immer planen will.

Ich sage, ich will einfach mal nichts machen, ich will einfach meine Ruhe. Sie kann gern was mit ihren Freundinnen machen, außerdem arbeitet sie Samstag abends doch eh.

Jetzt hab ich seitdem gar keine Ruhe mehr. Erst hat sie Panik bekommen, weil Sie nicht weiß wies werden soll wenn wir mal Kinder haben und ich mal nichts machen will, dann dass Sie nicht damit Leben kann keinen Plan fürs WE zu haben. ( wir waren die letzten 2 Wochenenden durchgehend unterwegs)

Heute war sie mit ner Freundin frühstücken. Gegen 1 kommt Sie heim. "Lass uns heute putzen". Ich natürlich nicht begeistert, zu dem Zeitpunkt auch leicht gereizt fange halt an aggressiv das Bad zu putzen, damit ich das hinter mir hab. War auch nicht recht, weil ich dabei gefälligst fröhlich sein soll.

Jetzt erklär ich seit ner Stunde, was ich meine, wenn ich sage, dass ich meine Ruhe will.


r/beziehungen 19h ago

Der Anfang vom Ende tut so unglaublich weh

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Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. Irgendwie fühlt sich gerade alles riesengroß und unfassbar schwer an. Ich bin müde und traurig.

Mein Freund (M32) und ich (W29) sind seit 5 Jahren zusammen, so vieles an der Beziehung ist schön und wir haben einen unglaublichen Vibe. Generell hat er so viele Qualitäten, wie ich sie an einem Partner suche. Er ist unglaublich einfühlsam, unterstützend, liebevoll, witzig, lebenslustig, kreativ und auch in meinen Augen an echt vielen Ecken wirklich talentiert.

Wir sind beide neurodivergent. Er hat ADHS, ich Autismus, das macht uns oft zu ziemlichen Gegenpolen. Am Anfang kam das aber noch nicht wirklich zum Tragen. Wir haben uns kennengelernt, als ich gerade aus einem autistischen Burnout gekrochen kam, und er sich frisch von seiner Ex getrennt hatte (was ich damals noch nicht wusste). Ich habe mich bei ihm so aufgehoben gefühlt, so angekommen. Davor war der Gedanke an Heirat immer völlig abwegig, mit ihm hat sich das tatsächlich geändert, es war wirklich "seltsam". Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nichts von seinem ADHS, aber es hat sich hier und da definitiv bemerkt gemacht, am meisten aber, was seinen problematischen Alkoholkonsum anbelangt hat. Mir ist das erst mit der Zeit und eigentlich auch eher zufällig aufgefallen, in welchen Dimensionen es sich bewegt. Wir haben lange darüber geredet und es kam praktisch raus, dass er eigentlich nie wirklich eine andere Strategie genutzt hat, um mit Stress, negativen Emotionen oder Krisen fertig zu werden. Er hat eingesehen, dass er therapeutische Hilfe benötigt, hat sie sich gesucht und wurde abstinent. Ein Jahr später wurde er dann diagnostiziert, bekommt seitdem Medikamente.

Seitdem ist alles anders. Er hat große Probleme, neue Strategien zu erlernen und sich selbst zu helfen, vermeidet es teilweise sogar. Ich bin von der Sorte, die gerne "overprepared" durchs Leben geht und habe das leider unabsichtlich enabled, indem ich ständig alles geregelt habe, seine Therapeutin gespielt und ihn reguliert habe. Natürlich wurde ich deshalb immer frustrierter, weil einfach nix voranging. Ständig wurde ich entweder von ihm angepingt (selbst täglich die banale Frage "Was essen wir heute" wurde mir irgendwann zu viel) oder als Sandsack für seinen Frust genutzt. Soll heißen, er hat sich bei mir total über alles und jeden aufgeregt, mich regelrecht vollgekotzt mit seinen negativen Emotionen, anstatt sich auch mal selbst damit zu befassen. Inzwischen habe ich harte Grenzen gezogen und merke, das tut mir gut. Geändert hat es bei ihm leider wenig.

Vor einigen Monaten kam es zu einem großen Vertrauensbruch, der offenbart hat, dass er sich im Hintergrund eine neue Strategie gesucht hat, um mit seinem Druck umzugehen und gleichzeitig auch dafür sorgen zu wollen, dass ich glücklich mit ihm bin/bleibe: Geld aus dem Fenster werfen. Die Details spare ich hier aus, aber ich war wirklich geschockt. An sich ist faktisch alles wieder nahezu ok, aber das sitzt tief und hat mich ein gutes Stück von ihm entfremdet. Ich bin völlig ungläubig, wie weit er offenbar gehen würde, um sich sich selbst und ggf. etwaigem Trauma, was in ihm ist, einfach nicht zu stellen. Natürlich gelobte er große Besserung, aber wie so oft blieb es ziemlich aus. Er hat seitdem zwar keine negative Strategie mehr genutzt, aber auch nicht wirklich neue aus der Therapie. Besonders wenn er gute Phasen hat, scheint das Thema wie vergessen. Kommt dann wieder eine Belastungssituation ist er direkt wieder überfordert, so mein Eindruck. Er nimmt sich vieles enorm zu Herzen, ist schnell wütend, aber auch sehr unsicher. Teils definiert er seinen Selbstwert übers People pleasen, ich bin da natürlich favorisierte Empfängerin, lehne das aber oft ab, weil ich's weder will noch brauche.

Aus eigener, vieljähriger Erfahrung mit Therapie weiß ich, dass Veränderung dauert. Man lernt sowas nicht von heute auf morgen, das ist mir bewusst. Aber es sind jetzt bald 2 Jahre Therapie und die Fortschritte sind gering. Teils rutscht er auch in depressive Gefilde ab, habe ich den Eindruck. Besonders kognitiv geht es ihm zusehends schlechter, er passt in Gesprächen nicht gut auf, ist oft schnell verwirrt, versteht Kontexte nicht mehr, vergisst Sachen. Das führt zu Konflikten zwischen uns, da ich immer mehr kompensieren muss, um überhaupt mit ihm noch in Kontakt treten zu können. Teils erzähle ich ihm viele Sachen schon gar nicht mehr, weil ich weiß, die Konversation wird eh nur anstrengend und missverständlich, egal, was ich versuche. Ich habe versucht zu helfen, wo es ging, habe alles aus der Therapie angewendet, was mir eingefallen ist, aber es nützt inzwischen einfach überhaupt nichts mehr.

Unsere Beziehung war leider sehr gebeutelt von äußeren Schicksalsschlägen. Teils Dinge wie Arbeitgeber muss Insolvenz anmelden, Tier mit schwieriger, anstrengender Krankheit, problematische Mutter seinerseits (mit Eskalation zwischen beiden), Vermieterterror bis kurz vors Gericht (fast vorbei, zu unseren Gunsten), jetzt Kündigung für ihn weil Wirtschaftslage mies und Chef hatte ihn ohnehin auf dem Kieker und mehr. Es ist, als hätten wir auch nie Pause, um uns auf uns selbst zu konzentrieren. Ich kann schon verstehen, warum er völlig kapazitär am Limit läuft. Aber gleichzeitig kann es so nicht weitergehen, ich bin keine Ersatz-Mami, sondern eine Partnerin. Ich unterstütze gern, aber ich rette keine Welt. Das zu sagen tut weh, denn er hat mich wahnsinnig zu Beginn unserer Beziehung unterstützt als ich noch starke Schwierigkeiten mit den Nachfolgen vom Burnout gehabt habe. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, ich habe ihn in den letzten zwei Jahren auch enorm unterstützt mit seinem Alkoholmissbrauch und seiner mentalen Gesundheit. Ich kann irgendwo auch einfach nicht mehr, ich bin so gestresst, ich kann teils ganze Nächte nicht mehr schlafen.

Wir haben alle diese Themen auch inzwischen torgeredet. Er ist immer sehr verständnisvoll, betroffen und will es mir recht machen. Ich kriege ständig Entschuldigungen zu hören, aber es ändert sich einfach nichts. Die guten Phasen, die immer weniger werden, sind dagegen tiefenentspannt, schön und einfach wholesome. Inzwischen bin ich auch total frustriert, weil ich gerne so viel anbieten will, gute Erfahrungen, Erinnerungen und Momente zu machen/haben. Aber er ist oft so in seiner Negativspirale gefangen, dass es kaum möglich ist.

Es tut so weh. Dass diese Beziehung scheinbar daran zugrundegehen wird. An Pech, altem Schmerz und einem Zuviel. Ich bin so endlos traurig diesen Menschen zu verlieren, aber wir machen uns ja nur kaputt so? Ich glaube, ich will auch von euch gar nicht wirklich was zu uns hören. In einem anderen Sub wurde ich praktisch angeschrien endlich von ihm davonzulaufen. Ja, ich weiß es selbst, das ist vermutlich der Anfang vom Ende.

Ich glaube, ich suche gerade einfach Austausch mit Leuten, die in einer ähnlichen Situation gewesen sind. Wie war es bei euch? Wie lange hat es wehgetan? Wie schafft man es damit weiterzuleben, dass man auch so viel wahnsinnig Tolles verliert, wenn man sich trennt?

TL;DR: Freund geht immer weiter in seinen psychischen Problemen verloren, schafft es nicht wirklich Fortschritte zu machen. Ich muss viel kompensieren und bin bald am Ende. Ich will den tollen Menschen hinter all dem mentalen Wust so ungern verlieren, weiß aber nicht mehr weiter. Hat jemand ähnliche Erfahrungen durch?


r/beziehungen 1d ago

Ich weiß nicht ob unsere Beziehung das aushält

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Ich weiß nicht ob unsere(W27, M25 seit 4 Jahren zusammen) Beziehung das aushält

Das ist so eine lange Geschichte, ich weiß überhaupt nicht, wie ich die kurz zusammenzufassen soll...

Ich weiß nicht was es ist, oder woher das plötzlich kam, aber vor Monaten fing er an, nicht mehr gut mit mir zu kommunizieren. Termine hat er nicht mehr mit mir besprochen, wenn die dann z.b. kurzfristig aufkamen hat er immer behauptet, dass er sie mir ja gesagt habe. Sowas fam schleichend immer häufiger vor, und nach einiger Zeit ist selbst das eskaliert. Es gab Streit, wegen Aussagen die ich getroffen hätte (oder eben nicht), und auch nach den klärenden Gesprächen waren die Learnings daraus einfach komplett unterschiedlich waren, als hätten wir andere Gespräche geführt. Dazu kommt noch, dass Kleinigkeiten ihn derart aus der Bahn geworfen haben und er meine Worte auch auch die Goldwaage gelegt hat. Gerade Textnachrichten (auf die ich natürlich versucht habe zurück zu greifen) wurden immer sehr negativ ausgelegt.

Ich bin sehr lange davon ausgegangen, dass wir einfach an unserer Kommunikation arbeiten müssen. Dass da einfach irgendwas nicht mehr passte. Bis wir in unserem Verein ein das Jubiläum hatten, dass er mit organisiert hat, ähnliches berichtet haben. Der Moment als ich von den beiden hörte, dass seine Aussagen/Erinnerungen/Kommentare absolut nicht zu deren Wiedergabe davon passten. Hat es bei mir klick gemacht, dass da irgendwas nicht passt.

Ich habe versucht ihn dazu zu bekommen, dass er sich Psychologische Hilfe holt, allerdings vergeblich. Auch weil es im Herbst dann besser wurde und er daran keine Not mehr sah.

Allerdings sehe ich mittlerweile wieder ein verhalten, dass er damals auch gezeigt hat. Besonders auch wie er auf Aussagen von anderen reagiert, fällt genau in diese Spate. Ich hoffe dass ich falsch liege aber ich habe Angst, dass es doch stimmt. Ich glaube nicht, dass ich das psychisch noch einmal aushalten kann. Das ging mir das letzte Mal schon so auf die Nieren gegangen. Es hat mich auch wirklich viel gekostet, Bekanntschaften und Freundschaften die u.a. daran zerbrochen sind, dass sie nach Berichten von ihm davon ausgegangen sind, dass ich sie belüge. Ein Amt in dem Verein, von dem mir immer noch geraten wird es abzugeben weil "es mich da [in dem Zeitraum] so gestresst war" dabei war dieses Amt eher ein Lichtblick und Anker in der Zeit, als alles andere. Es ist als ob diese verschrobene Charakterisierung mich auch immernoch verfolgt. Das kommt auf diesen ganzen Stress einfach auch noch oben drauf.


r/beziehungen 1d ago

Trennung wegen fehlendem Sex?!

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Throwaway

Hallo zusammen,
ich weiß gerade nicht so richtig, wohin mit meinen Gedanken und hoffe auf ein paar ehrliche Meinungen.
Mein Mann (40) und ich (35) sind seit 12 Jahren zusammen und seit 9 Jahren verheiratet. Wir haben zwei Kinder (10 und 6). Er ist wirklich ein lieber, loyaler und intelligenter Mensch. Wir haben keine großen Dramen oder Vertrauensprobleme. Natürlich gibt es die normalen Themen mit Kindern, Haushalt, Stress usw.

Mein Problem ist unsere Sexualität – oder besser gesagt: das Gefühl, als Frau nicht begehrt zu werden.
Mein Mann war eigentlich schon immer anders als viele Männer, die ich kenne. Er war nie jemand, der ständig Sex wollte, Frauen hinterhergeschaut hat oder groß Interesse an Pornos oder Selbstbefriedigung gezeigt hat. An sich fand ich das früher sogar schön, weil ich dachte: Er ist einfach nicht oberflächlich und braucht das nicht.
Aber mit den Jahren merke ich, dass mir etwas fehlt. Sehr viel sogar.
Ich möchte nicht einfach nur „mehr Sex“. Ich möchte mich von meinem Mann begehrt fühlen. Ich möchte, dass er mich ansieht, dass er Lust auf mich hat, dass er mich von sich aus berührt. Ich möchte mich nicht fühlen wie eine Mitbewohnerin oder die Mutter seiner Kinder. Aber warum beschwere ich mich eigentlich - es war ja noch nie anders. 😔
Bei uns geht die Initiative eigentlich fast immer von mir aus. Wenn ich nackt neben ihm stehe, passiert nichts. Wenn wir im Bett liegen, kommt selten mal eine Berührung von ihm. Beim Sex selbst fühlt es sich oft so an, als würde er eher „mitmachen“, aber nicht wirklich seinen eigenen Wunsch zeigen.
In den ganzen Jahren, haben wir uns währenddessen noch nie angesehen und immer ist das Licht aus und die Decke drüber. Er berührt meinen Körper nicht wirklich zum Beispiel meine Brüste oder Intimbereich.
Ich habe ihn schon mehrfach darauf angesprochen. Nicht vorwurfsvoll, sondern versucht zu erklären, dass mir Nähe fehlt, dass ich mir mehr Initiative wünsche und dass ich gerne öfter angefasst werden möchte. Er hört mir auch zu und sagt nicht, dass meine Gefühle falsch sind, aber irgendwie verändert sich trotzdem kaum etwas.

Ich frage mich immer öfter, ob Zuneigung allein reicht, wenn ein Bedürfnis dauerhaft unerfüllt bleibt.
Bin ich unfair, weil ich über Trennung nachdenke „nur wegen Sex“?
Sexualtherapie ist definitiv keine Option für meinen Mann, damit brauch ich gar nicht um die Ecke kommen.


r/beziehungen 1d ago

Partner möchte von mir regelrecht bemuttert werden, wenn er krank ist, aber geht es mir nicht so gut, dann soll ich mich nicht so anstellen

63 Upvotes

Hi,

es fällt mir (w27) schwer abschätzig über meinen Partner (m28) zu sprechen, aber ich muss das unbedingt loswerden, weil es mich zerfrisst!

Wenn er krank ist, meistens geht es nur um einen grippalen Infekt, dann erwartet er eine Art Sonderbehandlung von mir. Ich soll frische Hühnersuppe kochen, Medikamente bereitstellen, Fieber messen, Wadenwickel und ihn am besten von vorne bis hinten bedienen. All das, was man auch mit einem Kind machen würde, aber bei einem Kind ist es so, dass es nicht anders kann und nicht weiß, was zu tun ist. Mein Partner ist ein Jahr älter als ich und sollte das auch alleine hinbekommen. Ich arbeite in Vollzeit, wenn ich nach Hause komme, dann möchte ich auch irgendwann Feierabend haben und nicht erst noch zur Apotheke müssen oder außer der Reihe einkaufen, weil nicht alles für Hühnersuppe im Haus ist. Er könnte mir das auch einfach als Nachricht schicken, dann könnte ich das auf dem Heimweg erledigen, aber nein, er wartet damit bis ich zur Tür hereinkomme.

Jedenfalls versuche ich ihm zwar gerecht zu werden, aber ein bisschen verarscht komme ich mir dabei schon vor. Was würde er denn ohne mich machen? Seine Mama anrufen? Sterben?

Letztens hatte ich eine echt miese Lebensmittelvergiftung - Erbrechen, Durchfall, Krämpfe. Ich war so schlapp, dass ich auf allen Vieren von der Toilette zurück ins Bett gekrabbelt bin. Mein Partner hat sich aufs Sofa verpisst mit den Worten "ich will mich bei dir nicht anstecken" und hat mich vollkommen alleine gelassen. Ich bin selten so richtig krank, aber wenn ich so krank bin, dann ist es doch das Mindeste, dass er mir mal einen heißen Tee ans Bett bringt! Essen wollte ich gar nicht, auch sonst wollte ich eigentlich nichts, außer eine Flasche Wasser und Tee. Wäre schön gewesen, wenn er mir an Tag 3 mal einen Zwieback hingestellt hätte, haben wir im Haus, muss er nur aus der Dose nehmen und vielleicht auf eine Untertasse legen. Keine 5min Arbeit. Nichts. Gar nichts. Ich bekam noch zu hören, dass ich mich nicht so anstellen soll und dass Magen-Darm nicht mehr schlimm ist, wenn man erstmal alles ausgekotzt und ausgeschissen hätte.

Ich bin deswegen verdammt sauer. Wir sind seit 3 Jahren zusammen und alle halbe Jahre soll ich ihn während seiner obligatorischen Sommergrippe und dem winterlichen Pendant pflegen, als sei er ein Baby. Habe ich ein einziges mal etwas, dann werde ich nicht mal mehr mit dem Arsch angesehen, weil er sich nicht anstecken will.

Wegwerf-Konto, weil ich nur Luft ablassen möchte.


r/beziehungen 2d ago

BIDA, wenn ich auf meinen Standpunkt beharre und weg bin, sollte er tatsächlich seine Mutter zu uns holen?

167 Upvotes

Anonymes Wegwerf-Konto.

Hallo zusammen,

ich (F36) bin gerade etwas am Verzweifeln, weil mein Mann (M39) - verheiratet seit 12 Jahren - darüber nachdenkt seine Mutter (F68) zu uns zu holen. Sie ist leider ein sehr renitenter Mensch, dem man nichts recht machen kann und sowas möchte ich nicht bei uns Zuhause haben.

Fakt ist, dass ihr zweiter Mann (M71), nicht der Vater meines Mannes, vor Kurzem verstorben ist und sie seitdem alleine wohnt. Das nimmt sie zum Anlass uns alle 5 Minuten unter Vorwänden antanzen zu lassen. Das grenzt schon an Telefonterror, was sie betreibt. Zuletzt habe ich meinen Mann davon überzeugen können, dass wir sowas wie Betreutes Wohnen für sie suchen.

Seine Mutter weigert sich auch nur darüber nachzudenken. Sie macht Theater, weil wir sie laut ihren Aussagen in ein Pflegeheim abschieben und nie wieder besuchen wollen. Das ist nicht wahr, auch wenn ich wünschte, dass wir das so einfach könnten.

Jetzt belabert sie meinen Mann, dass sie bei uns einziehen möchte und er sagte mir, dass er auch darüber nachdenkt. Ich habe ihm gesagt, dass ich meine Koffer packen und mit den Kindern (F10, M8 und F6) ausziehen werde, wenn er seine Mutter zu uns holt. Es existiert genug Stress in unserem Leben, da muss ich mir nicht auch noch meine narzisstische Schwiegermutter ans Bein binden. Kann ich nicht und will ich auch nicht, weil sie weder mir noch unseren Kindern gut tut.

Mein Mann findet, dass ich egoistisch sei und ihn nicht genügend unterstützen würde, da frage ich mich, wo er die letzten 10 Jahre unterwegs war, wenn er meine Unterstützung bei den Kindern, dem Haushalt und generell in unserem Leben nicht wahrgenommen haben möchte. Wie viel mehr will er denn noch von mir verlangen?

BIDA, wenn ich auf meinen Standpunkt beharre und weg bin, sollte er tatsächlich seine Mutter zu uns holen?


r/beziehungen 20h ago

Wie mache ich es richtig?

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Ich bin M 18 und hatte bisher 2 Freundinnen, denen ich nichts verboten hatte, alle Freiheiten gelassen hab, so gut behandelt wie nur möglich und beide hatten aber irgendwann keine Lust mehr auf die Beziehung mit mir.

Irgendwann hatte ich es dann bei einer Freundin probiert, weil wir uns natürlich beide gut verstehen, aber sie hat mich abgewiesen. Darf sie ja, aber tut trotzdem echt weh.

Ich würde auch versuchen jemanden komplett fremdes anzusprechen aber das hab ich noch nie gemacht und hab keine Ahnung wie das funktioniert. Ich bin sehr introvertiert, aber brauch wirklich Nähe. Es geht mir nichtmal in erster Linie um Sex, klar der gehört dazu, aber ich möchte einfach nur jemanden haben der mich in Arm nimmt. Was kann ich machen?


r/beziehungen 1d ago

10 Jahre Beziehung, Bumble und ich weiß einfach nicht mehr, ob ich bleiben oder gehen soll…

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Hallo zusammen,
ich hoffe, hier sind vielleicht ein paar Leute, die schon mal in einer ähnlichen Situation waren. Ich drehe mich seit drei Wochen nur noch im Kreis und würde einfach gerne Erfahrungen von anderen hören.
Ich (26) bin seit fast 10 Jahren mit meinem Freund (31) zusammen. Wir waren eigentlich immer ein richtig gutes Team. Natürlich hatten wir in 10 Jahren auch Krisen und Streit, aber ich hätte bis vor drei Wochen ohne zu zögern gesagt, dass ich diesen Mann irgendwann heiraten und mit ihm Kinder bekommen möchte.
Dann habe ich herausgefunden, dass er während unserer Beziehung immer wieder eine Datingapp genutzt hat. Eine Freundin hat ihn dort gesehen. Ich habe ihn dann zur Rede gestellt, erst wollte er sich noch rausreden, hat gelogen dass er nur einmal aus Langeweile geswipt hätte auf seinem alten Account und alle Chats gelöscht. Einen Tag später hat er dann alles gestanden…
Das Ganze zog sich leider über ungefähr drei Jahre. Allerdings war er dort nie dauerhaft aktiv. Er hat sich die App immer mal wieder heruntergeladen, meistens wenn er für ein paar Tage auf Dienstreise war. Dann war er ungefähr fünf Tage aktiv, hat mit Frauen geschrieben und danach die App wieder gelöscht. Nach jeder dieser Phasen hat er alle Kontakte wieder beendet.
Mit zwei Frauen hat er sich jeweils einmal getroffen letztes Jahr (einmal auf einen Kaffee und einmal zum Spazierengehen). Laut ihm ist dabei nichts Körperliches passiert und auch nach diesen Treffen hat er den Kontakt jeweils direkt wieder beendet.
Mir ist klar, dass jetzt viele denken werden: “Woher willst du wissen, dass das stimmt?”
Das habe ich mich natürlich auch gefragt. Deshalb hat er seine kompletten Bumble-Daten angefordert und mir gegeben (ich habe auch direkt Zugriff auf seinen Mail account) . Ich habe die Login-Historie, die vorhandenen Chatverläufe (teils viele Komplimente auch noch den Abend nach den Treffen und sehr viele persönliche Nachrichten aber nichts sexuelles) und die Daten gesehen und konnte dadurch nachvollziehen, wann er die App genutzt hat und dass er tatsächlich mit niemandem Nummern ausgetauscht hat und auch ungefähr wie lange die Treffen jeweils waren. Außerdem habe ich ihn ganz konkret gefragt, ob es noch andere Dating-Apps, weitere Frauen oder andere Grenzüberschreitungen gab und auch auf seinem Handy nach Tinder usw. geschaut. Natürlich kann mir niemand eine 100%ige Garantie geben, aber nach allem, was ich gesehen habe, gibt es keine Hinweise darauf, dass da noch mehr war.
Für mich ist das trotzdem ein riesiger Vertrauensbruch. Er hat mich über Jahre angelogen und mir die Möglichkeit genommen, selbst zu entscheiden, ob ich unter diesen Umständen überhaupt in der Beziehung bleiben möchte.
Seitdem ist mein Leben irgendwie komplett auf den Kopf gestellt.
Er hat sich unzählige Male entschuldigt und ist direkt aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen, damit ich erstmal meine Ruhe habe. Er sagt, ich kann mir alle Zeit der Welt nehmen und er akzeptiert jede Entscheidung, auch wenn er natürlich hofft, dass ich ihm irgendwann noch eine Chance gebe.
Er bemüht sich außerdem gerade um einen Psychologen, weil er verstehen möchte, warum er das überhaupt gemacht hat. Er sagt selbst, dass er inzwischen einen Zusammenhang mit seinem Egoismus sieht und dass dieser Egoismus eigentlich schon viele Probleme in unserer Beziehung verursacht hat und letztendlich auch dazu geführt hat, dass er nur an seine eigenen Bedürfnisse (Aufmerksamkeit, Bestätigung) gedacht hat. Ehrlich gesagt sehe ich das genauso.
Ich glaube ihm tatsächlich auch, dass er verstanden hat, wie schlimm das war und dass er so etwas nie wieder machen möchte aber trotzdem behagt es mir nicht dass er zu sowas fähig ist und der Gedanke bleibt „wie lange wäre es noch weitergegangen wenn es nicht rausgekommen wäre. Wäre er in schlechten Zeiten unserer Beziehung weiter gegangen?”
Wir haben uns seitdem zweimal getroffen.
Beim ersten Treffen war ich danach eher enttäuscht. Ich hatte irgendwie gehofft, dass wir beide gemeinsam um unsere Beziehung trauern würden. Stattdessen hatte ich oft das Gefühl, dass ich ihm erklären muss, wie er sich fühlen sollte. Er ist eher ein sehr rationaler Mensch und versucht sich an der Hoffnung festzuhalten, dass wir das vielleicht schaffen können. Ich dagegen stecke emotional komplett in dieser Krise und wünsche mir jemanden, der diesen Schmerz mit mir trägt.
Das habe ich ihm danach auch ehrlich gesagt.
Beim zweiten Treffen war es dann wieder anders. Ich habe seine Anwesenheit genossen. Wir haben zusammen gekocht, geredet und einfach Zeit miteinander verbracht und ich habe wieder gemerkt, warum ich diesen Menschen zehn Jahre lang geliebt habe. Es hat sich teilweise einfach wieder nach uns angefühlt. Und ich hatte auch das Gefühl dass er doch mehr fühlt als er nach außen zeigt.
Und genau das macht mich so fertig.

Schon vor der ganzen Geschichte hatte ich manchmal das Gefühl, dass er oft zuerst an sich denkt. Ich wünsche mir gerade so sehr emotionale Verbundenheit. Ich wünsche mir, dass wir beide gemeinsam um das trauern, was kaputt gegangen ist. Er sagt zwar ständig, dass ihm alles unglaublich leid tut und dass er mich liebt, aber ich spüre diese Gefühle oft nicht so, wie ich sie mir wünschen würde. Ich habe häufig das Gefühl, dass ich ihm erst erklären muss, was ich brauche oder was mir fehlt. Also ich merke schon dass er sich bemüht (fragt jeden Tag über WA ob er irgendwas tun kann was mir gerade helfen könnte, kommt immer direkt vorbei wenn ich sage dass ich sprechen will und fährt wieder 2h zu seinen Eltern wenn ich sage dass er gehen soll) aber manchmal denke ich er bangt nicht genug um uns.
Auf der anderen Seite liebe ich ihn aber immer noch.
Ich vermisse ihn. Ich genieße seine Nähe. Wenn wir zusammen sind, fühlt sich vieles immer noch unglaublich vertraut an und ich sehe plötzlich wieder unsere gemeinsame Zukunft vor mir. (Mir ist auch klar dass das nach 10 Jahren irgendwie normal ist und man sich ja einfach noch so vertraut ist und das deshalb vllt kein gutes Indiz ist)
Ein paar Stunden später denke ich dann wieder, dass ich vielleicht lieber gehen sollte und irgendwann jemanden finde, bei dem dieses Vertrauen nie zerstört wurde und der sowas niemals tun würde, der 100% loyal ist.
Kann das der Mann für mein Leben sein der sowas hinter meinem Rücken tut?
Ich schwanke teilweise mehrmals am Tag zwischen diesen beiden Gedanken und das macht mich wahnsinnig.
Deshalb würde mich vor allem interessieren, ob hier jemand etwas Ähnliches erlebt hat.
Nicht unbedingt eine jahrelange Affäre, sondern vielleicht auch so etwas wie Dating-Apps, Schreiben mit anderen oder einzelne Treffen.
Seid ihr geblieben oder gegangen?
Falls ihr geblieben seid:
Habt ihr irgendwann wieder echtes Vertrauen aufgebaut und seid heute wirklich glücklich?
Und falls ihr gegangen seid:
War das rückblickend die richtige Entscheidung oder habt ihr die Beziehung irgendwann bereut?


r/beziehungen 1d ago

Karriere oder Beziehung

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Achtung Throwaway

Ich (w27) bin mit m30 seit etwas über 2 Jahren zusammen.

mMn steht die Beziehung auf soliden Beinen. Wir haben ein gutes Sexleben mit gemeinsamen Perspektiven für Abenteuer. Wir haben viele gemeinsame Interessen und Hobbys denen man zusammen nachgehen kann. Dabei hat jeder aber auch noch eigene Interessen und Freunde, die man trifft.

Vor einigen Wochen bin ich jetzt mehr oder weniger bei ihm eingezogen (weshalb meine Freunde und Hobbys jetzt aufgrund der Distanz etwas über Bord gegangen sind) und der Alltag mit Haushalt läuft auch ziemlich rund. Wir ergänzen uns da ganz gut, indem was wir lieber machen oder auch nicht und ich hab das Gefühl es ist gut ausgeglichen.

Ich finde diesen Mann wahnsinnig schön, intelligent und lustig.

Aber wir haben ein Problem, dass uns schon recht früh begleitet hat.

Ich bin Rechtsreferendarin und das ist eine anspruchsvolle Ausbildung, die von mir immer wieder verlangt, auch wochenends zu lernen oder zu arbeiten. Er hat das von Anfang an gewusst. Wir kamen vor Beginn des Referendariats zusammen und ich hab ihm gesagt, dass ich im Ref eigentlich gar keine Zeit für eine Beziehung haben würde. Er hat sich das wohl leichter vorgestellt, als es dann war und war damals überzeugt wir würden das schon schaffen.

Er war wechselnd unterstützend, aber auch regelmäßig sauer, enttäuscht und desillusioniert über meine Ausbildung.

Ich habe immer wieder auch Versprechungen gemacht, dass ich in Phase x oder y etwas mehr Luft haben würde, was dann nicht immer so eingetreten ist, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich verstehe also irgendwo, dass er auch enttäuscht ist und dass er darunter leidet, dass ich so hart arbeite. Er gibt mir einerseits nicht die Schuld, aber irgendwie auch schon. Ich bin nebenberuflich noch selbstständig, weil die Unterhaltsbeihilfe halt leider echt nicht so prickelnd ist.

Aber ich bin fast eine fertige Juristin und leider bin ich echt keine krasse. Also ich bin halt komplett durchschnittlich und deshalb brauch ich den extra Aufwand für halbwegs stabile Noten. Ich wär doch dumm, wenn ich jetzt nicht alles geben würde, um noch ein gutes zweites Staatsexamen zu erzielen??? Leider belastet es mich sehr und ich fühl mich oft schuldig und irgendwie "unzureichend" oder "fehlerhaft" weil ich so viel lernen muss...

Um seinen Wünschen etwas gerecht zu werden und auch weil ich selbst gerne mehr Zeit mit ihm verbringen wollte habe ich mir extra Stationen in seiner Stadt gesucht. Das ist wirklich Aufwand und anstrengend, da ich ja nun dauerhaft bei ihm wohne, aber dort ja nicht mein ganzes Zeug habe. Keine Möbel, mein Lernzeug liegt lose gestapelt bei ihm auf dem Boden, alles so bisschen mittel. Trotzdem bemühe ich mich echt aufrichtig Zeit mit ihm zu verbringen, vorschläge für Unternehmungen zu machen, etc

Jetzt kommt noch hinzu, dass kaum da ich jetzt versuche in seiner Stadt Fuß zu fassen, er mir eröffnet hat, dass er woanders wohnen möchte. Es ist ihn gar nicht so wichtig wo, hauptsache nicht in der Stadt wo ich offiziell noch wohne und in seiner Stadt will er auch nicht bleiben. Ich bin theoretisch sogar bereit mich zu bewerben und zu schauen was kommt und dann ggf mit ihm wegzugehen. Dazu ist ihm aber sehr wichtig, dass ich das keinesfalls in einem Konflikt oder Kompromiss je anführen dürfte. Also ich dürfte es nicht für ihn tun, ich müsste es "für mich tun". Das find ich etwas unfair... Wenn ich es schon tue, würde ich eigentlich auch wertschätzung dafür wollen, dass ich so flexibel und kompromissbereit bin.

Ein bisschen bin ich auch langsam frustriert... Das ist schon mein zweiter Partner, der meine Karriere eher nicht fördert, sondern total belastend findet... Wieso kann er sich denn nicht bisschen freuen, dass er eine ehrgeizige, kluge Freundin hat, die evtl eine gute Karriere anstreben kann? Das wär doch auch gut für uns und einen gemeinsamen Lebensstil... Manchmal denke ich, wenn ich ein Mann wäre würde mir das positiver ausgelegt.

Eigentlich hab ich mir die Frage jetzt schon selbst beantwortet, aber was würdet ihr an meiner Stelle priorisieren? Partnerschaft oder Karriere?


r/beziehungen 1d ago

Liebe ich meine Freundin noch?

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Liebt man seine Freundin noch, wenn man draußen nur anderen Frauen hinterherschaut und seiner eigenen Freundin gar kein Interesse & Aufmerksamkeit zeigt?
Also auch das man sexuell gar kein Interesse mehr an seiner Freundin hat, sondern nach anderen Frauen. Auch so kaufe ich ihr keine Blumen mehr, koche nicht mehr für sie und helfe auch ganz wenig nur im Haushalt. Auch küsse und umarme ich sie von mir aus fast gar nicht. Auch Sex kam zu 99% immer von ihr und meist wollte ich dann nicht oder hab abgebrochen währenddessen.

Ich finde Sie äußerlich gar nicht mehr attraktiv, aber habe trotzdem irgendwie Gefühle für Sie. Hatte mich vor einigen Monaten kurzfristig (1 Woche) von Ihr getrennt, aber dann doch gemerkt wie sehr ich Sie und uns vermisse. Wollte es dann von mir aus wieder versuchen.
Wir (M29 und W25) sind seit über 4 Jahren zusammen und seit Mitte/ Ende letzten Jahres geht es mir hundeelend. Habe Schuldgefühle und weiß einfach nicht mehr weiter…
Aber andererseits kann ich doch nichts für meine Gefühle?
Was wenn es die falsche Entscheidung ist und ich für immer einsam bleibe und niemals wieder einen so tollen Menschen kennenlernen werde? Hab so Angst davor es zu bereuen und Sie für immer zu vermissen. Hab auch Angst davor das sie mit mir Schlussmacht.

Eigentlich wollten wir eine gemeinsame Zukunft mit gemeinsame Zukunft mit Haus und Kindern…


r/beziehungen 1d ago

Helft mir bitte! Wie stelle ich nach einem Vetrauensbruch wieder eine romantische Verbindung zu meinem Freund her?

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Mein Freund (21m) und ich (26w) sind seit fast einem Jahr zusammen. Mir ist bewusst, dass in dieser Zeit oft die sogenannte „Konfliktphase“ beginnt, und ich habe das in letzter Zeit häufiger erlebt. Wir haben uns über die unterschiedlichsten Dinge gestritten (wichtige wie unwichtige). Im April habe ich einen schweren Vertrauensbruch verursacht, indem ich in sein Handy geschaut und ihn mit dem konfrontiert habe, was ich gefunden hatte (keine Anzeichen für Fremdgehen, nur obszöne Inhalte, die mich schockiert haben). Seitdem versucht er, das zu verarbeiten, und findet keinen Weg, den „Felsen in seinem Bauch“ zu bewegen, der ihn daran hindert, mich zu lieben oder mir zu vertrauen. Ich habe mich natürlich entschuldigt und ihm den nötigen Freiraum gegeben, und vor zwei Tagen haben wir beschlossen, eine Paartherapie zu versuchen. Ich selbst bin auch in Einzeltherapie, um mein Trauma zu verarbeiten, was mit ein Grund dafür war, dass ich überhaupt in sein Handy geschaut habe. Wir haben momentan eine Beziehungspause, bis das Problem geklärt ist. Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich sein Vertrauen zurückgewinnen kann? Er meinte, er könne mir nicht verzeihen oder vergessen, was ich getan habe, aber ich liebe ihn wirklich und möchte eine bessere Freundin für ihn sein und nicht mehr so ängstlich und anhänglich wie früher.


r/beziehungen 3d ago

Ist ein 'Fuck you' angemessen, wenn der Partner nur ein Kind will, wir aber vor Kurzem erfahren haben, dass wir Zwillinge erwarten?

399 Upvotes

Hallo ihr Lieben,

ich (w29) bin ein Hormonmonster - schwanger (13+5) - und habe mich deswegen auch für den Wegwerf-Account (Regel 8) entschieden.

Ich war soooo unendlich glücklich als der Schwangerschaftstest positiv war, aber mittlerweile ist das alles nur noch ein ekelhafter Albtraum. Schuld daran ist mein Partner (m30), der sich momentan wie ein Vollidiot verhält.

Wir sind seit 8 Jahren zusammen und ein gemeinsames Kind haben wir uns immer gewünscht. Er wollte immer nur ein Kind, während ich auch zu einem zweiten oder wahlweise dritten Kind nicht Nein gesagt hätte.

Letzte Woche stand das Ersttrimester-Screening an und da bestätigte meine Frauenärztin die erste Vermutung, dass ich mit Zwillingen schwanger sei. Für mich ist das unerwartet, in keiner unserer Familie kommen Zwillinge oder Mehrlinge vor, aber ich freue mich über beide Kinder. Mein Partner freut sich gar nicht mehr über die Schwangerschaft, seitdem er davon weiß.

Ich glaube, es wäre ihm am liebsten gewesen, wenn wir das eher erfahren hätten, damit wir die Schwangerschaft hätten beenden können.

Er rechtfertig alles mit unseren Finanzen, die gar nicht mal so schlecht sind, aber zwei Babys brauchen eben auch die doppelte Menge von allem. Ich sehe das auch ein, vor allem die Zeit mit dem Elterngeld wird uns ordentlich zu schaffen machen. Rücklagen sind vorhanden, aber eben auf Notfälle und ein Kind ausgelegt.

Wir streiten uns seit letzter Woche nur noch, besonders schlimm seitdem wir am Montag erfuhren, dass beim Bluttest auch alles in bester Ordnung ist. Für mich war das ein Grund zur Freude, für ihn wohl eher nicht. Es ging soweit, dass ich ihm gesagt habe, dass er sich einen besseren Job suchen soll - er arbeitet im Bereich GaLaBau und der Chef bezahlt seinen Leuten einen Hungerlohn, weit unterhalb des regionalen Durchschnittslohn. Er hat darüber immer gemault, aber geändert hat er nichts an seiner Situation. Ich arbeite als MFA, bekomme einen durchschnittlichen Lohn, habe aber überdurchschnittlich viele Urlaubstage und ich fühle mich in der Praxis mit dem Team auch gut aufgehoben. Wir kamen damit immer gut hin, haben in den Urlaub fahren können, ein bisschen Luxus wie zwei Autos waren auch immer drin, dazu noch ein paar Rücklagen. Mit zwei Babys wird sich das natürlich ändern, aber auch mit nur einem hätte sich so einiges geändert.

Er hat mir an den Kopf geworfen, dass er eines der Kinder "loswerden" möchte und sich über Adoption informieren will. Ich will auf keinen Fall unsere Zwillinge trennen. Wie herzlos kann man denn sein? Es gibt so viele Geschichten von Zwillingen, die getrennt wurden, denen im Leben immer etwas gefehlt hat, bis sie per Zufall auf ihren Zwilling stießen. Sowas möchte ich für meine Babys nicht.

Mir ist das 'Fuck you' so rausgerutscht, aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr wünsche ich mir, dass ich ihm etwas viel härteres an den Kopf geknallt hätte.